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Wegmüssen
heit besitzen, und ein Aufenthalt während der Wintermonate sollte ohne zu großeErschwernisse für die Familien gewährleistet sein.47
Die Umsiedlung der Ortschaften Döllersheim, Eichhorns, Thaures, Mestreichs,Felsenberg, Germans, Riegers, Äpfelgschwendt, Neunzen und Wurmbach wurde bis1. April 1939 vorgesehen. 48 Die Kommandantur wies die betreffenden Bauern am25. Juli 1938 an, keine Feldbestellungen mehr auf eigene Kosten durchzuführen.49Auf Kosten der Kommandantur sollte von den Bauern die Umwandlung ihrer bishe-rigen Besitzungen zum Teil in Weide, Wiesen oder Äcker nach genauer Angabe er-folgen. Man plante, etwa 80% der vorhandenen Äcker in Wiesen und Schafweidenumzuwandeln und 20% vor allem an den Grenzen des Truppenübungsplatzes anÄckern zu belassen. 50 Das dazu benötigte Saatgut wurde von der Kommandantur be-reitgestellt. Der Erlaẞ wurde an den Anschlagtafeln veröffentlicht beziehungsweisemittels Laufzettel oder Gemeindeboten den Betreffenden zur Kenntnis gebracht.
6.7. Umsiedlung in mehreren Etappen
Am 9. August 1938 meldete man die termingemäße Räumung der ersten acht Ort-schaften.51 Daraufhin wurden sofort die Verhandlungen mit den nächsten Grund-stückseigentümern aufgenommen, die anweisungsgemäß den Truppenübungsplatzbis zum 1. April 1939 räumen mußten. Man untersagte die Feldbestellung für die zudiesen Ortschaften gehörenden Äcker und wies die Bauern an, die Hackfruchterntebis spätestens 15. Oktober 1938 einzubringen. Den für die nächste Entsiedlungsetap-pe vorgesehenen Bauern erlaubte man, ihre Felder im Herbst 1938 und im Frühjahr1939 nur soweit zu bestellen, als dies für die Erhaltung der Lebensfähigkeit der land-wirtschaftlichen Betriebe erforderlich war. 52 Die Bauern der dritten Entsiedlungs-etappe im westlichen Übungsplatzgebiet wurden angewiesen, die Feldbestellung fürdas nächste Jahr wie bisher ordnungsgemäß durchzuführen. Das Gelände südlich derStraße von Döllersheim nach Neupölla war als letztes für die Entsiedlung vorgese-hen, hier sollten Ankauf und Räumung erst 1940/41 erfolgen.53
47 Dies läßt sich bei der bekannt schwierigen Beheizbarkeit von Schlössern schlecht vorstellen.48 Die Termine wurden später um einige Monate verschoben, für Döllersheim sogar umeineinhalb Jahre.
49 Archiv der Bezirkshauptmannschaft Zwettl, IV- 203/ 7.50 Archiv der Bezirkshauptmannschaft Zwettl, IV- 203/ 7.51 Archiv der Bezirkshauptmannschaft Zwettl, IV- 203/ 38.52 Archiv der Bezirkshauptmannschaft Zwettl, IV- 203/ 38.53 Archiv der Bezirkshauptmannschaft Zwettl, IV- 203/ 38.