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Wegmüssen
MOHNNARBL
als mundartliche Bezeichnungfür den hölzernen Mohnmórser
im n- ó- Waldviertel
• geláufig
о
vereinzelt
°
daneben auch
-Mohnfaẞl.
Nach der Befragung durchdas Archiv der österreichischenVolkskunde 1956
Entwurf: Leopold Schmidt Ausfuhrung: Friedl Zimmermann 1958
Abb. 135: Mohnnarbl als mundartliche Bezeichnung für den hölzernen Mohnmörser( aus: Schmidt, Nachrichten
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a.a.O.)
4.1.3. Winterarbeiten
,, Bis Weihnachten hat man eh dreschen müssen, und da hat man froh sein müssen, wennman fertig geworden ist, denn damals war ja nichts als wie der Dreschflegel und so einekleine Maschin.18 Dann hat man Holz machen müssen, und beim schlechten Wetter ist manhalt dann zu Hause gewesen und hat gewebert, Butten, Holzschuhe und Rechenstangel ge-macht, Besen gebunden, halt alles, was man so im Haus gebraucht hat. Früher sind ja dieWirtschaften nicht so gut dagestanden, daß man sich alles hat kaufen können. Es waren jakaum Einnahmen. Wenn man da einmal ein Stückl Vieh hat hergeben können oder zwei,das war schon was. Und die Ernte, da hat man auch nicht viel eingenommen, das meistehat man eh wieder verfüttert."
18 Gemeint ist eine sogenannte Stiftenmaschine. Diese bestand aus einer Blechtrommel,welche innen mit Eisenstiften bestückt war. Der Deckel hatte ebenfalls Stifte. Beiderseits wareine große Kurbel angebracht, die man mit Kraft drehen mußte. Durch die Drehbewegung unddie Stifte wurden aus dem Haferstroh die Körner ausgeschlagen. Diese Arbeit ging durch Tageund Wochen im Winter und war durch die gleichförmige Schwerarbeit des Kurbelns überausverhaẞt.