Druckschrift 
Wegmüssen : die Entsiedlung des Raumes Döllersheim (Niederösterreich) 1938 - 1942 ; volkskundliche Aspekte ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung im Schloßmuseum Gobelsburg ; mit einem Beitrag über Waldviertler Flur-, Siedlungs- und Hausformen von Ernst Pleßl und einer Beschreibung Waldviertler Hochzeitsbräuche von Adolfine Misar
Entstehung
Seite
137
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4. Vom Leben auf dem Dorf

4.1. Die Arbeitswelt

4.1.1. Vom Säen bis zur Ernte

Die Lebensgrundlage der Waldviertler Bauern bestand aus dem, was der karge Bodenhergab.

Getreide hat man angebaut, Hafer und Gerste, alles außer Weizen, der ist nicht recht ge-worden, da war der Boden zu leicht und das Klima zu rauh. Die Erdäpfel sind schön gewor-den und Rüben sind auch viel gewesen. Und daneben hat man natürlich Mohn und Flachsgebaut. An Viechern hatten wir Ochsen und Roß' als Zugtiere, ein paar Kühe undSchweindln und Hühner und Gänse. Milchwirtschaft in dem Maß, wie sie heute üblich ist,betrieben wir früher kaum."

Die Feldarbeit begann früh im Jahr, sobald es die Witterung zuließ. Die erstenArbeiten waren das Eggen, Düngen und Pflügen. Die Gespanne unterschieden sich,

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Abb. 123: Schlittengespann. Bauern aus Wildings( Privatarchiv)