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Wegmüssen : die Entsiedlung des Raumes Döllersheim (Niederösterreich) 1938 - 1942 ; volkskundliche Aspekte ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung im Schloßmuseum Gobelsburg ; mit einem Beitrag über Waldviertler Flur-, Siedlungs- und Hausformen von Ernst Pleßl und einer Beschreibung Waldviertler Hochzeitsbräuche von Adolfine Misar
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Topographie des Entsiedlungsgebietes

3.8. Die Schulen

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In allen Pfarrorten des Entsiedlungsgebietes gab es auch eine Schule. Außerdem be-saß noch Kühbach, das nach Döllersheim der zweitgrößte Ort war, eine Schule. Eshandelte sich zumeist um zwei- bis dreiklassige Volksschulen, in denen die Kinderkoedukativ unterrichtet wurden.

In Oberndorf, da waren zwei Klassen beinander. So ein Lehrer hat früher was leisten müs-sen, der hat 50 Schüler gehabt. Da sind welche in der Klasse gewesen, die waren schon ein,zwei Jahre älter, die hat er extra berichtet. Die einen hatten eine Stillarbeit, eine Schreib-arbeit zum Beispiel, und mit den anderen hat er was durchgenommen. Natürlich hat mannicht so viel gelernt wie heute, aber auch so ist ein jeder drauskommen."

Der Lehrer war neben dem Pfarrer die wichtigste Respektsperson im Ort. Nebendem Unterricht oblagen ihm vielfältige weitere Aufgaben. Meist spielte er die Orgelin der Kirche, leitete einen Chor oder die Musikkapelle, organisierte dörfliche Feiernund war Festredner bei offiziellen Anlässen. Die Lehrerfamilie hatte meist als einzigeim Dorf ein Dienstmädchen.

Abb. 104: Oberndorf, Schuljahr 1935/36Links im Bild der letzte Oberndorfer Oberlehrer Größl, rechts Pfarrer Sielipp

( Privatarchiv)