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Wegmüssen : die Entsiedlung des Raumes Döllersheim (Niederösterreich) 1938 - 1942 ; volkskundliche Aspekte ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung im Schloßmuseum Gobelsburg ; mit einem Beitrag über Waldviertler Flur-, Siedlungs- und Hausformen von Ernst Pleßl und einer Beschreibung Waldviertler Hochzeitsbräuche von Adolfine Misar
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HUBERTUSKAPELLE

Topographie des Entsiedlungsgebietes

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Abb. 97: Hubertuskapelle im RaumDöllersheim/ West( Privatarchiv)

Abb. 98: Bildstock Felsenberg( Privatarchiv)

3.7. Wallfahrten und Gnadenstätten

Kleinmariazell" und Brünndl in Oberndorf

Die einzige zur Zeit der Entsiedlung in dieser Gegend noch bestehende Wallfahrtbefand sich in Oberndorf. Von etwa 1750 bis 1830 war Oberndorf eine bedeutendeGnadenstätte mit einem Zuzug aus ganz Niederösterreich. Der Gegenstand der Ver-ehrung war eine kleine Marienstatue, eine Kopie der Mariazeller Madonna, die seitetwa 1757 in der Oberndorfer Pfarrkirche große Verehrung genoß. Man berichtetevon 120.000 Kommunikanten innerhalb von 13 Jahren. Ende des 18. Jahrhundertsmußten sogar zwei Kooperatoren zum Dienst herangezogen werden, um dem An-sturm der Wallfahrer gewachsen zu sein. Der Kultgegenstand, die Marienstatue, wel-che sich ursprünglich oberhalb des Tabernakels befand, verschwand, als der Haupt-altar durch einen neuen ersetzt wurde und gilt seither als verschollen. Gegen Mittedes vorigen Jahrhunderts nahm der Wallfahrtszuzug bedeutend ab, erlosch aber, ent-gegen verschiedener Angaben in der Literatur, nie

ganz.