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Wegmüssen
oder drei- je nach Form des Angers. Alle Hausparzellen sind in einer Rechteckformangelegt und hatten zur Gründungszeit der Siedlung die gleiche Breite.
Bei der Vollform der Angerdörfer sind zwei Haupttypen zu unterscheiden: An-gerdörfer mit hofanschließenden Hausackergrundstücken, wo die Hausparzellen ca.30 bis 36 m breit und bis zu 70 m lang sind und Angerdörfer mit Gartenackergrund-stücken, wobei diese Gartenäcker als ein Teil der Hausparzellen zu betrachten sind.Bei diesem Typ sind die Hausparzellen wesentlich breiter, und zwar 45 bis 57 m undetwa 120 bis 170 m lang. Die Gehöfte haben alle eine einheitliche Baulinie entlangdes Angers oder entlang der Randstraßen, also eine streng lineare Reihung. Bei derType Angerdorf mit Gartenäckern ergibt sich ein einheitlicher Abschluß des Ortsrie-des zur Flur hin durch Wege. Bei jener mit Hausäckern schließen die Hausgärtendas Ortsried ab. Das Ortsried hat eine einheitliche Form, meistens ist es rechteckig,aber auch eine dreieckige oder runde Form kann das Ortsried aufweisen.
Verbreitungsgebiet
Das Angerdorf ist die vorherrschende Siedlungsform im Nordosten und Osten vonÖsterreich. Die klassische Landschaft mit diesem Siedlungstyp ist das Waldviertel,vor allem die Bezirke Geras, Waidhofen und Zwettl, weiters das Marchfeld, das Hü-gelland des Weinviertels( gemeinsam mit dem Straßendorf), sowie die Wiener Bucht( ebenso gemeinsam mit dem Straßendorf).
bafthaus Mandl
Abb. 6: Edelbach 1938, Blick vom Süden auf die Kirche, links die Mariensäule von 1777( Photothek des Österreichischen Museums für Volkskunde, Wien)