28
Wegmüssen
3.1.3. Klima
Das rauhe Klima des Waldviertels ist einerseits durch die Höhenlage und anderseitsdurch die geographische Lage im mitteleuropäischen Übergangsklima bedingt. Cha-rakteristische Klimaelemente sind kalte Winter und nur mäßig warme Sommer. DieMonats- und Tagesschwankungen der Temperatur können hoch ausfallen. Die Som-mer sind gewöhnlich gewitterreich, und die Nebelbildung in den Herbstmonaten iststark. Kennzeichnend sind auch lange Spätfröste im Frühjahr und oft sehr frühe Frö-ste im Herbst. Im allgemeinen ist die Gegend reich an Niederschlägen, insgesamtnimmt die Niederschlagsmenge vom westlichen zum östlichen Waldviertel deutlichab. Im zentralen Waldviertel gibt es allerdings hohe Schwankungen der jährlichenNiederschlagsmengen.
Aus dem Stift Zwettl sind über Jahrhunderte zurückreichende Wetterbeobach-tungen bekannt. Über eine meteorologische Beobachtungsstation in Döllersheimgibt eine Postkarte vom 17. Mai 1911 Auskunft.
7100
a
N. Ô.
Portofreie Korrespondenzkan
Bezeichnung und Stempel der aufgebenden Behörde
Meteorologische Beobachtungs- Station
RSHE
te V. 11-6
Dölbersheim.
Andiek.k.Zentral- Anstalt für Meteorologieund Geodynamik
Begründung der Portofreiheit:
Gesetz vom 2./X. 1865,
Art. II, Abs. 9.
Wien, XIX/ 1
Hohe Warte.
Nr. 7
Beobachtungsort: Filtersheim.
Datum des Gewitters: 7. Mai 1911.Aufsteigen des Gewitters im:
Erster Donner:Letzter Donner:*
Das Gewitter zog von:Hagel fiel von:
Uhr
Z
Uhr 15 Min. Men mittag
Uhr Min." mittag
nach:
Größe der Hagelkörner:
Min.bis: Uhr Min.
Es wird ersucht, getrennte Gewitter einzeln anzuführen!
Bemerkungen: as
Gewitter.
weit weg. Man hörte nürDienern. Sein Regen,
Unterschrift:
Tuning.
Abb. 5: Wetterbeobachtung in Döllersheim( Privatarchiv)
8 Franz Trischler, Zwettler Äbte als Wetterbeobachter in alten Zeiten. In: Heimatkundli-che Nachrichten. Beiblatt zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Zwettl. 5. Jg., Nr. 6,1984, S. 17.