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segen herumgereicht. Die Gäste nehmen einige Körnerheraus, streuen sie im Kreise herum und werfen dabeieinige Geldstücke als Geschenke für die Braut mit umher.
In der Altmark herrscht an einigen Orten der Brauch,Weizen- oder überhaupt Getreidekörner der Braut in denSchuh zu legen. Es soll dies auf die künftige Fruchtbarkeithindeuten. Der Schuh ist das Symbol des weiblichen Ge-schlechtsteils. Ebenfalls im Brandenburgischen tut sich dieBraut etwas Getreide in die Schuhe, daß sie Segen undFruchtbarkeit in der Ehe habe. Die heilige Walpurgis,die viele Züge der Lebens- und Liebesgöttin Freya entlehnthat( vgl. Walpurgisnacht und Hexensabbath), ist die Pa-tronin des Weizens bezw. des Getreides.
Erotische Vergleiche bietet der Weizen bezw. dasWeizenmehl wegen seiner Weichheit und seiner Weiße, sowerden der Bauch, die Scham, die Brust des Weibes Glossar ::: zum Glossareintrag Weibes da-mit verglichen. In den„ 32 Schönheiten einer japanischenFrau" ist die dreizehnte: die Schamteile gleichen dem ge-schlossenen Weizenbrod. In deutscher Volkssprache nenntman die Brüste eines Mädchens ,, Weizenteig". Bei Flach-busigen oder mangelhaft Entwickelten wird etwas Weizen-teig zugetan d. h. die Schneiderin stopft die Büste aus.
Zwiebel.( Allium cepa).
Mit der Zwiebel verbanden schon die alten Aegyp-ter sexuelle und erotische Vorstellungen. Sie galt wegenihrer vielen Häute als Symbol des vielgestaltigen Mondes:sie nahm ab, nahm er zu und umgekehrt( Plut. Jsis etOsiris 8.). Wegen dieser Periodizität war sie der Mond-göttin Isis heilig und galt als Sinnbild der Periodizität desWeibes Glossar ::: zum Glossareintrag Weibes. Andrerseits erkannte man durch ihren Genußeine geschlechtlich erregende Wirkung, sie galt als Aphro-disiacum und war den Priestern und Eingeweihten der Isisverboten. Sie galt als erotisches Symbol und Symbol der