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schon damals ein Aphrodisiacum. Apulejus, der berühmteVerfasser des goldenen Esels, gewann das Herz der reichenPudentilla durch ein philtron, das aus Spargel, Krebs-schwänzen, Fischlaich, Taubenblut und der Zunge einesfabelhaften Vogels Jyop zusammengesetzt war. Dioscurides( II, 151) rät, die Wurzel des Spargels als Amulett umzu-binden und ihre Abkochung zu trinken, um die Empfängniszu verhindern und unfruchtbar zu machen. In Deutsch-land scheint der Spargel während des Mittelalters kaumangebaut worden zu sein. Erst im Kräuterbuch desHieronymus Bock( 1551) finden sich die ersten Spuren derSpargelzucht( Wimmer 307). Mattioli( 168 D) berichtet:Spargel in der Speis genossen bringt lustige Begier denMännern. Im Steiermarkschen gilt Spargelsamen mit Weinzubereitet als Mittel zur Fruchtbarkeit. Im Siebenbürgischenträgt er den Namen„, Hosendall".
Die Stangen mit den rötlichen Köpfchen werden mitdem membrum virile verglichen. Eine französische Kari-katur mit der Überschrift ,, Wie sie( die Frauen) den Spargelessen" zeigt in verschiedenen Bildern das Spargelessen inParallele gesetzt mit dem Genießen der Liebe, wie es beiHoch und Niedrig, bei den Naiven wie Raffinierten ausge-übt wird.
Bei den Südslaven ist der Spargel äußerst verfehmt.Keiner ißt ihn, er gilt als gemein und schändet.
Thymian( Quendel),
( Thymus vulgaris serpyllum).
Der Thymian( Thymus vulgaris) war wie der Majoranim Altertum der Aphrodite heilig wohl wegen des aromati-schen Duftes und der Wirkung seines ätherischen Oeles.Thymian wurde mit Rosen auf dem Berge Eryx der Aphro-dite als Opfer dargebracht( Murr 197). Bei Athenaeus( XIII, 580 c) findet sich der Hetärenname Herpyllis, der auf
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