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Reis.( Oryza sativa).
Der Reis, der in tropischen und subtropischen Ge-genden die Stelle des Getreides vertritt, ist auch bei unswegen seines bedeutenden Nährgehaltes eine fast alltäglicheSpeise geworden. Sie gilt offenbar wegen ihrer großenNährkraft als Aphrodisiacum. So sagt Mattioli( 123 C.):Der Reis in fetter Kuhmilch gekocht, mit Zucker undZimmt bestreut, mehret die geile Natur.
Bei den Japanern gilt das Reiskorn vielleicht wegenseiner großen Fruchtbarkeit als Symbol der vulva. Manbraucht es zum Liebesorakel; um die Zukunft zu erkunden,zieht man nachts auf Kreuzwegen einen Kreis und besprengtihn mit Reis, um durch dieses Symbol ungünstige Einflüsseabzuwehren. Merkwürdiger Weise wirft man auch inEngland Reiskörner als Symbole weiblicher Fruchtbarkeitwie auch Schuhe als sexuelle Sinnbilder auf die Braut, daßsie Glück und Kinderreichtum in der Ehe bekomme.
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Eine
Reiswasser gilt bei den Indern als Frauenkosmeticum.Die Frauen trinken es, die Brüste zu vergrößern.indische Sekte, die Banianen, legen ihre Kinder am zehntenTag nach der Geburt bei der Namengebung in ein mitReis angefülltes Tuch, in welchem sie es einige Male hinund herbewegen, offenbar weil die Frucht als Symbol derFruchtbarkeit gilt; vielleicht auch der Sinnlichkeit, dennein Brahmine, der Reis genießt, ohne ihn zuvor der Gott-heit geweiht zu haben, begeht eine schwere Sünde undwird nach seinem Tode zum Tier degradiert.
Rettich.
( Raphanus sativus).
Die Rettiche blähen wie Linsen, Bohnen, Erbsen; siehaben auch einen scharfen, beißenden Geschmack wie Senfund Raukenkraut, aus beiden Gründen gelten sie seit alterZeit als Aphrodisiacum. Auch treiben sie die menses( Diosc. II, 137). Dem Ehebrecher wurde( in Athen) derHintere mit warmer Asche eingerieben, alsdann wurde ihm