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daher das Sprichwort„ Großer Arsch kommt nicht vonkleinen Linsen". Als Liebes orakel gilt sie in Ungarn:das Mädchen kocht in der Christnacht Linsen, setzt sieum Mitternacht auf, dann erscheint der Freier, setzt sichan den Tisch und iẞt sie auf. In Neustettin wird sie zurProbe der Fruchtbarkeit verwendet: wenn eine in denUrin einer Frau oder einer Mannsperson geworfene Linsekeimt, so sind sie fruchtbar bzw. zeugungsfähig.
Im elsässischen Volke wird die Linse als Ausdruckfür schlechte und klein entwickelte Mädchenbrüste ge-braucht: Es het e Linsl uf em Brettle sie hat eine kleineLinse auf dem Brettchen, die Brust( Brustwarze) erhebtsich wie eine Linse über einem Brettchen.
Majoran.( Origanum majorana).
Der Majoran galt bei den Griechen wegen seinesduftenden Wohlgeruches und ätherischen Oeles wie mancheandere Labiaten( Minze, Thymian, Rosmarin) als Pflanzeder Liebesgöttin Aphrodite. Auf ihrer Lieblingsinsel Cyprussoll sie Amaracos(= Majoran), ihren Liebling, in diesePflanze verwandelt haben. Majoran wurde in Frauenleidenverwendet: die trockenen Blätter, mit Honig als Zäpfchenin die Scheide gelegt, befördern die Menses( Diosc. III, 41).Auch bei den Römern galt der Majoran als erotischePflanze: der Geliebte salbt die Tür der Geliebten mit Majoran( Lucrez) und Catull ruft in seinem Hochzeitliede( LXI, 7)dem Manlius Torquatus und der Julia Aurunculeia zu:„ Be-kränzt euch die Schläfen mit den Blüten des süß duftendenMajoran".
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Nach Deutschland kam das Kraut im frühen Mittel-alter. Schon Albertus Magnus( VI 384) beschreibt es.( Koch 109 will es erst Ende des Mittelalters mit dem Ba-silikum aus Arabien oder Ostindien eingeführt wissen).Man verwendete es in Umschlägen zur Belebung undStärkung des Unterleibes( Gebärmutter). Die Mädchen be