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1: Volkserotik und Pflanzenwelt : eine Darstellung alter wie moderner, erotischer und sexueller Gebräuche, Vergleiche, Benennungen, Sprichwörter, Redewendungen, Rätsel, Volkslieder, erotischen Zaubers und Aberglaubens, sexueller Heilkunde, die sich auf Pflanzen beziehen. 1.
Entstehung
Halle a. S. [ca. 1908]
Seite
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den Frauen vermindern.

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Mattioli( 316 D) aber berichtet:Koriander mehret den unkeuschen Samen der Männer, inWein gelegt, mit Zucker überzogen( ähnlich Dioscur. III, 64).Ein Verwandter des Koriander ist der Hoden-koriander( Coriandrum testiculatum). Er führt diesenNamen wegen der Gestalt seines Samens. Die Pflanzeriecht wie Coriandrum sativum arg nach Wanzen, hat alsoeinen sexuellen Geruch. Sie wächst nur in den südlichenLändern wild auf den Feldern.

Kresse.

( Nasturtium officinale).

Wie Fenchel und Senf wirkt auch die Kresse nachAnsicht der Alten günstig auf die Menstruation und ver-hindert die Fehlgeburt( Macer Fl. 998). Mattioli rechnetdie Kresse unter die Aphrodisiaca( 211 A): Der Samen derGartenkresse macht lustig und begehrlich zur Unkeuschheit.Kümmel.

( Cuminum Cyminum).

Der griechische Name Cyminon hängt mit kyoschwanger sein zusammen. Wie im Mittelalter mag schonim Altertum der Kümmel als Entbindungsmittel ange-sehen worden sein. Das ätherische Oel des Samens regtdie Verdauung an und stärkt den Magen. Daher galt derKümmel im Mittelalter wie in der Neuzeit als Aphrodisi-Mattioli( 316 D) berichtet: ein Teig aus Kümmel,Rosinen und Bohnenmehl, mit Oel angemacht, auf dasGemächte der Frauen gelegt, bringt allzustarke Menses zumStehen. Im Vogtlande gibt man den Frauen, daß sieleichter entbinden, Kümmel, der am Johannistag zur Mittagstunde gepflückt ist.

acum.-

Kürbis.

( Cucurbita maxima).

Der Riesenkürbis

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seine ursprüngliche Heimat istAegypten und Abessinien galt bei den Alten, da erviel verspricht und wenig enthält, als Sinnbild der Eitelkeitund Vergänglichkeit und daher auch des eitlen, mit keiner