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berichtet, daß der weiße Kohl auch als Empfängnis ver-hinderndes Mittel angesehen wurde( 163 A): So man dasmännliche Glied mit Kohlkrautsaft über und über bestreichtvor dem Beilager, so lasse es den Handel schwerlich odergar nicht zur Empfängnis geraten.
Auch zum Liebeswerben muß der Kohlkopf dienen:Der masurische Brautwerber nimmt einen Kohlkopf, läßtihn vom Pferde anfressen, reitet zu der vom Liebhaber be-zeichneten Schönen, knüpft ein Gespräch mit den ihrigenan und sagt dabei:„ Es ist eine Ziege in unserm Gartengewesen und hat den Kohlkopf abgefressen, nun habe ichsie gespürt bis hierher und will sie jetzt sehen". Die Dorf-schöne verschwindet nun, wirft sich in Gala und erscheintdann. Nimmt sie den Kohlkopf an, so ist die Werbungihr genehm und die Hochzeit wird bestimmt.
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Im Flandrischen sagen die Eltern ihren Kindern, wennein Kohlkopf sich geöffnet hat, daß ein Kind herausge-gangen ist.Die Kinder kommen aus den Kohlköpfen.
Da man Kohl mit Fleisch zusammenkocht, wird immecklenburgischen Volksrätsel zweideutig gesagt:Dor seet' ne oll Fru achter'n Tuun
Besehch ehr oll Bruun;
Se dacht in ehren Sinn,
Haddst du' n goden Fetten rin.
Der Kohl ist die alte Frau, die ein Stück fettes Fleischpenis) in ihrer vulva haben will.
Koriander.
( Coriandrum sativum).
Der Koriander regelte nach Ansicht der Griechendie Menstruation( Macer Flo. 984). Er verhinderte auchdie Fehlgeburt. Mit Honig und Rosinen half er bei Hoden-entzündungen( Diosc. III, 64). Der Hetärenname KoriannoAth. XIII 567 c.) weist auf den Zusammenhang der Pflanzemit dem Geschlechtsleben hin. Bei Männern wirkte er derSamenerzeugung entgegen. Dies Wanzenkraut"( oderSchwindelkörner) soll gekaut die Geschlechtslust auch bei
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