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geführt worden. Alle drei Früchte wurden von den Griechenals Apfelarten bezeichnet: melon armeniakon, persikon,medikon. Vielleicht ist erst zur Zeit der Kreuzzüge dieAprikose nach Frankreich( le damas Pflaume aus Da-maskus) und dann nach Deutschland eingewandert. Es sindFruchtbäume, deren Anbau gewissen klimatischen Be-dingungen unterworfen sind. Sie sind ehemals wenigerim gemeinen Volke genossen worden und spielen dahernur eine geringe Rolle in unserer Volkserotik, wenn auchGestalt, das ovale Rund mit der Kerbe, der Riefe, undSchönheit, Duft und zarter Schmelz der beiden Früchtezum erotischen Vergleich mit dem Feminal auffordern. Sowird von dem„ verbotenen" Züricher Lyriker die jung-fräulich geschlossene vulva mit der Aprikose verglichen.Siehe den Ergänzungsband. In Indien dagegen ist dieAprikose allgemein das Symbol der vulva, wie in Japandie Pfirsichfrucht.
Birne.
( Pirus communis).
Bei den Griechen war der Birnbaum der Aphrodite,bei den Römern der Gartengöttin Venus geweiht; dahertrug eine Art Birnen den Namen Veneraria oder piravenerea( Columella), die wahrscheinlich unsere sogenannte,, Liebesbirne"( poire d'amour) ist. Er kam dann durch dieromanischen Bauern, die unter den süddeutschen und west-lichen Germanen lebten, in unser Vaterland. Im deutschenVolksaberglauben spielt er nächst dem Apfelbaum diebedeutendste Rolle von allen Obstbäumen. Er lieferte nochdie germanische Lebensrute( Fitzrute) den ledigen Burschen( Höfler). Als Lebensbaum wurde er, wie wir schon sahen,in der Stunde der Geburt eines Menschen gepflanzt. Erwar auch der Baum der Hexen: mit Birnenkernen undBirnbaumrinden zauberten sie Krankheiten und allerleiUnheil an.
Birnbaumwurzeln machten die Frauen un-fruchtbar und ließen sie schwere Kindesnöte erleiden.