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die Weide, als Nutzholz verwandt, die Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber hindere,Kinder zu gebären. Vielleicht haben verschiedene Kult-anschauungen über diesen Baum in unserm Volke ge-herrscht.
Weißdorn.
( Crataegus oxyacantha).
Der gemeine Weißdorn wächst von altersher wildmit ungefüllten weißen Blüten in ganz Deutschland. Erwar in heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag heidnischen Zeiten dem Donar heilig und wurdespäter der Baum der Hexen( Harz) und der Waldweibel Glossar ::: zum Glossareintrag Waldweibel( Hessen). Die Hexen brechen auf ihrer Blocksbergfahrtdie Spitzen des Weißdorns und essen sie. Daher könnenSchwangere nicht gebären, wenn man ihnen Äpfel zu essengibt, die auf gepfropften Weißdornstämmen gewachsenwaren. Überhaupt ist der Genuß von Birnen und Mispeln,die auf Hagedornstämmen okuliert sind, ein Mittel gegenEmpfängnis. Ein Mädchen, das sie iẞt, wird nicht schwanger( Aberglauben von Kitzingen um 1796). Mattioli be-richtet( 51 C.): Die Wurzel des Weißdorns macht eineMißgeburt, so man einer schwangeren Frau auch senftig-lich den Bauch dreimal damit streicht oder schlägt. Nachalledem ist im deutschen Volksaberglauben der Weißdornein unheilbringender, der Geburt, dem Leben hinderlicherden Hexen eigentümlicher Baum.
Anders im Altertum und in dem keltischen Volks-glauben. Der Weißdorn galt wegen seiner reinen weißenBlüte bei Griechen und Römern als Symbol der Keusch-heit. Noch heute soll es in Griechenland bisweilen Sittesein, die Braut und den Traualtar mit Weißdornblüten zubekränzen. Er stand demnach in einem ähnlichen An-sehen wie der Keuschlammstrauch( Vitex agnus castus),siehe weiter unten. Die Römer sahen in dem Strauchein der Liebe glückliches Zeichen. Bei den Orientalen Glossar ::: zum Glossareintrag Orientalengilt die Darreichung eines Weißdornzweiges als Liebeser-