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( 35 B): Sevenbaum treibt der Frauen Zeit( menses) mitGewalt. Die alten Hexen und Wettermacherinnen übendamit viel Zauberei und Abenteuer, verführen damit diejungen Huren, geben ihnen Seveschößlein gepulvert oderheißens darüber trinken, dadurch viele Kinder verderbtwerden". Noch heute werden Blätter wie Oel des Seve-oder Sadebaums gegen Vermehrung des Kindersegensgebraucht.
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Spindelbaum.
( Evonymus europaeus).
Des Spindelbaums zähes Holz wurde einst zu denSpindeln gebraucht, er galt daher als Baum der Freya,der Schicksalsgöttin. Er ist ein Strauch von armdickemStamm, grauer Rinde, mit langen Ruten und Ästen, langengrünen Blättern; im Frühling blüht er weiß, bekommtspäter schöne rosenrote Beeren. Diese roten runden Früchtegaben zu mancherlei erotischen Vergleichen mit den Hodenschon im Mittelalter Anlaß. So taucht schon in SchricksMateri von ausgeprannten Wassern( Augsburg 1477) derName ,, Pfaffenhödchen",„ Pfaffenhödel"( verderbt ,, Pfaffen-hütchen" ,,, Pfaffenpfötchen") auf. Das Volk macht bekanntlichdie Pfaffen gern zur Zielscheibe seiner sexuellen und eroti-schen Witze und Vergleiche. Auch bei Bock( Elsaß) findetsich um 1500 der Name ,, Pfaffenhödel", wie denn auch imSlovenischen der Strauch Popova móda(„ Pfaffenhoden")auch ,, Pfaffenköppchen" heißt. Daneben treten dannauch Namen wie„, Hahnenhödlein"( Bock),„ Hahnenhödel",,, Hahnenhoden"( Thüringen) auch ,, Katzenklötchen"( mittnd.und Schlesien) auf. Klötchen, Kloten, Kloden(= Kloẞ,Klößchen) bedeuten bekanntlich die Hoden. Der Ver-gleich mit den Hoden kam offenbar durch die Frucht-kapsel, in deren vier Fächern je zwei Samenkerne wieHoden verschlossen liegen, jeder Kern ist mit einem brei-artigen Mantel eingehüllt.