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zeitszuges aus, der die Braut bis zur Feldmark des Bräuti-gams führt.Bei den Kleinrussen in Wolhynien über-schüttet die Schwiegermutter nach der Trauung ihrenSchwiegersohn in dessen Hause mit Nüssen und Hafer undbesprengt ihn mit Weihwasser. In der Bretagne im KantonKernevil gibt man Haselnüsse der jungverheirateten Frauin der ersten Hochzeitsnacht.
Als erotisches Stärke mittel galt das Nußöl gegenImpotenz wie gegen Brüche. Das weiche Mark zwischenNuẞkern und Nußschale soll, in Bier genommen, gegen denFrauenfluß helfen.
Als Liebesorakel gilt die Haselnuß in Schlesien:beim Hochzeitsschmause werfen sich die jungen Mädchenund Männer mit Haselnüssen, findet sich darunter eine mitdoppeltem Kern, so wird aus beiden ein Paar. Anders inNorthumberland: Brautleute werfen Nüsse ins Feuer. Liegensie still und brennen sie zusammen, so weissagt man eineglückliche Ehe, fallen sie aber krachend auseinander, soeine unglückliche. Die Nuß war das Zeichen der Liebes-gunst. Eine spottende Verdrehung ist es, wenn dasMädchen den Heiratsantrag abweist und einen Teller mitHaselnüssen dem Liebhaber statt jeder anderen Antwortdarreicht( Bretagne).
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Hollunder.( Sambucus nigra).
Der Hollunder, einer der wenigen
einheimischen
Bäume, die eßbare Früchte trugen, hat uralte Kultbezie-hungen. Er war der Holla oder Freya, der kinderspendendenGöttin, heilig. So wird er in Verbindung mit der Geburtwie auch mit dem Tod, mit der Unterwelt gebracht.
Nur vereinzelt liefert der Holder die Lebensgerte.Vielleicht in jenem Brauche Westfalens: am Lichtmeẞtagetanzen die Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber im Freien und tragen Hollundergertenin den Händen, mit denen sie auf die Männer, die sich demTanze näherten, losschlagen.