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richtet:" Eschensamen, gestoßen, erregt die unkeusche Ge-lüst, mehret den natürlichen Samen. Man soll ihn zweiGulden schwer mit Pimpernüßlein und Pinienkernen mitZucker bestreut essen."
Als Maibaum wird die Esche am ersten Mai( Wal-purgis) glatt abgeschält und verziert vor das Fenster derMädchen von ihren Burschen aufgestellt( Oberbayern).
Erle.
( Alnus incana, viridis).
Nach dem Eddalied entstanden das Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib aus derErle und der Mann aus der Esche. Erlenholz gebrauchteman als den Holzmörser, in dem man mit dem harten
Eschenquirler quirlte, um das Feuer zu erzeugen. Das
Erlenholz bildete also den Feuerschoß und das Eschenholzden Feuerpenis. Dieses Feuerquirlen wurde bei den Ger-manen wie bei andern Völkern als ein Akt der Begattungaufgefaßt. So wurde die Erle zum Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib, der Eschbaumzum Mann.Vielleicht hat sich als Ausklang dieses Be-gattungsmotivs in England die Sitte erhalten, unkeuschenMädchen einen Erlenzweig mit einem Bund Nesseln vordie Tür zu stellen( in Hitchin, Herefordchire).
In der griechischen Mythologie hat die Erle( Schwarz-erle) eine düstere Bedeutung sowohl wegen des dunkel-grünen Laubes, der dunkelbraunen Kätzchen und schwarzenFruchtzäpfen als auch wegen der Vorliebe wässrigen,sumpfigen Bodens. Auch in deutscher Volksanschauungist die Schwarzerle zum Gespensterbaum geworden( vgl.den Erlkönig).
Felberbaum.( Salix alba).
Den Felberbaum, die Silberweide, unterschied dasdeutsche Volk in althochdeutscher und mittelalterlicher Zeitgenau von den übrigen Weiden. Im Gegensatz zur Weidegab der Felberbaum vielerlei sexuelle und erotische
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