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Volkskunde in Österreich : Bausteine zu Geschichte, Methoden und Themenfeldern einer Ethnologia Austriaca
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Bernhard Tschofen

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Bekleidungskultur: Forschung, Sinn und Sache

,, Eine passende Hose

kann glücklicher machen als alles anderefinden Sie nicht auch Bernhard"( Bernhard 1990, 29)

Vorwäsche

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Das Dilemma ist schnell beschrieben. Auf einer Photographie in einemerfolgreichen Bild- Lesebuch zum Thema Kleidung und Mode( Apel 1984,18) sieht man eine Museumskuratorin bei der Arbeit. Vor drei mit elegantenKleidern der zwanziger Jahre angetanen Figurinen kniet sie 1977- inihrer längst historisch gewordenen Tracht( Metropolen machen Mode1977). Zur Latzhose aus Denim mit weiten Röhren trägt sie einen engendunklen Pullover und Sandalen mit Bast- geflochtenen hohen Absätzen unddicken Sohlen. Die Haare mit auffälligem Pony hat sie im Nacken zueinem Pferdeschwanz gebunden. Alltagskleidung, Arbeitskleidung. Mankann davon ausgehen, daß die betreffende Kuratorin ihren Habit von da-mals, als sie seiner überdrüssig wurde, nicht in den Sammlungsbestanddes Museums integriert hat. Und man kann fast sicher sein, daß sie sichinzwischen sei es für eine eigene Ausstellung, sei es im Rahmen einerAnfrage- bereits mit der Frage konfrontiert sah, wo denn solches gesam-melt wurde, wo denn Schlaghosen, wo Plateauschuhe aufzutreiben wären.Die Kuratorin wird sich dann, wenn sie nicht einen Zufallstreffer landenkonnte, in der Literatur kundig gemacht haben, wird zu einschlägigenBibliographien gegriffen haben- glücklich( d. h. fündig) geworden istsie dabei kaum. Warum?

Kleidungsforschung ist eine Randdisziplin, in der Schnittmenge mehrererFächer gelegen. Und während sich mancherorts Interessen überschneidenund womöglich glücklich treffen, gibt es daneben auch Leerstellen, von

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