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Vom goldenen Horn : griechische Märchen aus dem Mittelalter
Entstehung
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und mit Toren. Die Mauer war an ihrer Außenseitemit strahlendem Golde beschlagen, so daß sie hellerglänzte als die Sonne. Und das Mauerwerk derTürme, die hoch empor bis zum Himmel ragten, wardurchwirkt von Gold und von Edelgestein. Die Toreaber bestanden überhaupt nur aus den allerkost-barsten Edelsteinen, die in kunstreichen Musternaneinandergereiht waren. Als Wächter dieserHerrlichkeiten aber lagen vor den geschlossenenToren große Schlangen, grimmig anzusehen, dieniemals schliefen.

Unsere drei Brüder blieben zuerst beim Anblickdes wunderbaren Schlosses starr vor Verwunderungstehen. Dann aber rafften sie sich auf und suchtennach einem Eingang in das Schloß. Sie ritten rundum die Mauer herum und bestaunten die Pracht derTürme und Tore. Aber alle Tore waren versperrt.Keine Spur von einem Menschen oder einem anderenLebewesen war zu entdecken. Die wilden Schlangenvor den Toren waren die einzigen lebenden Ge-schöpfe in der trostlosen Stille des Wunderschlosses.Und schon reckten diese furchtbaren Torwächterihre Hälse und züngelten nach den Helden, um siezu fressen, wenn sie sich ihnen nahen sollten. Diedrei Prinzen zogen sich daher zurück, um sich zuberaten.

Und zuerst sprach der älteste Bruder und riet denbeiden anderen: ,, Stehen wir ab von unserem Vor-haben, meine Brüder! Reiten wir fort von hier! DasSchloß ist schön und prächtig und es strahlt vonGold und Edelsteinen. Aber drin haust sicher ein

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