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Vom goldenen Horn : griechische Märchen aus dem Mittelalter
Entstehung
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mich nicht davon abbringen, nach der Nachfolge imReiche meines Vaters zu streben! Armer, königlicherVater! Unmännliche Söhne hast du! Gib dein Reichan einen Fremdling weiter und deine Söhne ver-stoße! Denn sie fürchten sich wie Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag  Weiber vor demHolz des Waldes. Ich aber schäme mich vor unserenFeldherren und unseren Kriegern. Und darum, magkommen, was da will, ich stehe nicht ab von demUnternehmen. Mag unser Heer mitsamt dem ganzenRüstzeug, den Kamelen, den Lasttieren, denSchätzen, dem ganzen Gepäck den Rückzug antreten!Denn sie können ja wirklich den schwierigen, vondichtem Wald bewachsenen Berg nicht erklimmen!Wir drei aber, wir wollen allein, bloß mit unserenWaffen und auf unseren Reitpferden wie Männerden steilen Felsberg emporreiten!"

So sprach Kallimachos, der jüngste Bruder. Unddie beiden älteren Brüder schämten sich ihrer Ver-zagtheit und stimmten seinem Rate bei. Und siegaben die nötigen Befehle, und ihr ganzes Heer tratmit allem Gepäck und allen Schätzen den Rückzugaus der Wildnis an und begab sich nach Hausezurück.

Die drei Brüder aber begannen den Aufstieg. Undsie ritten unter schweren Mühen durch die Wälderempor. Und die Zeit verging und sie kamen immernoch nicht auf den Gipfel des wilden Berges. Undes vergingen Wochen, und schließlich waren dreiMonate um und sie ritten immer noch bergauf undbergauf durch steilen, dichten Wald. Da endlich,am Ende der drei Monate, lichtete sich der finstere40