und unter deren Einfluß entstehen neue griechischeRomane und Volksbücher, die bis in die neueste Zeitim Volke beliebt sind, Kinder aus der Ehe frän-kischen und griechischen Geistes, wie das Volks-buch von Phlorios und Platziaphlora, oder vonImberios und Margarona, das auch uns in unsererKinderzeit als Geschichte von der schönen Magelonelebhaft ergötzte.
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Das erste Märchen, das ich im folgenden vorlege,habe ich ,, Das Drachenschloß" betitelt. Esist die Verdeutschung eines griechischen Liebes-romanes, der im Original den Titel führt:„, Ta kataKallímachon ke Chrisorrhóin. Ero-tikón dhiíjima", d. h. ,, Geschichte von Kalli-machos und Chrysorhoe. Ein Liebesroman." Dasgriechische Original steht in einer etwa vierhundertJahre alten Handschrift der Bibliothek von Leydenin Holland. Dem Roman liegt ein echtes und rechtesgriechisches Volksmärchen zugrunde. So, wie wires haben, lebte es im griechischen Volksmunde zuder Zeit, als im Westen Friedrich der Zweite, derletzte Hohenstaufe, herrschte oder als Rudolf vonHabsburg lebte, zu der Zeit, als in Konstantins Stadtam Bosporus das Szepter des Ostreichs in den Händendes Kaisers Andronikos des Zweiten ruhte. DieserMonarch stammte aus dem Hause der Palaiologen,der letzten der byzantinischen Kaiserdynastien,deren letzter Sproß, der heroische Konstantinos,hundertfünfzig Jahre später, im Heldenkampf Byzan-tion an die osmanischen Türken verlor, und mitseinem Heldentode die lange Reihe der Cäsaren von
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