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gestattet war. Solche Oktaven kannte man ursprünglich in der christlichenKirche nur zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten, durch den Einfluß derFranziskaner wurden später auch viele Heiligenfeste doppelt gefeiert ¹. Hiehergehört auch der obige Ausdruck do Maloga Nike( S. 5).
Jüngeren Datums ist die im 15. Jahrh. eingeführte kirchliche Sitte des" Geschenkegebens von der Kanzel herab" am Neujahrstag, was dem heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag heidnischenBrauch der Strenae entspricht 2. Der Bericht aus Poljica bringt ein gutesBeispiel dieses Brauches( S. 86).
Die größte Energie entwickelte die Kirche aber in der Bekämpfungder heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag heidnischen Umzüge, die sie durch die oben(§ 54) besprochenen christ-lichen Formen zu ersetzen suchte, welches Bestreben im großen und ganzenvon Erfolg begleitet war. Milčetić 3 führt eine Reihe von Liedern undLegenden an, die von katholischen Priestern nach dem Schema der Koleda-lieder( Glückwunschlieder) gedichtet worden sind. Solche Umformungenreichen bis in die Gegenwart herein.
Parallelen für die Umdeutung heidnischer Glossar ::: zum Glossareintrag heidnischer Bräuche in christlichem Sinnefinden wir auch an anderen Festen in großer Menge 4.
Einflüsse der Nachbarvölker.
§ 81. Aus dem vorliegenden Material zu schließen, ist der Einfluß derNachbarvölker auf die skr. W.- Bräuche verhältnismäßig gering.
Deutscher Herkunft ist der križbam und kuglof„ Gugelhupf" aufdem W.- Tisch von Samobor( s. S. 34, 53), ebenso wirkt deutscher Einfluß invielen W.- Spielen und Liedern nach( S. 150), besonders im Gebiet derehemaligen Militärgrenze. Italienische Beeinflussungen lassen sichan der Adria feststellen: manche W.- Lieder weisen italienische Einsprengungenauf, so die Koledalieder, Došli smo vas riveriti"( ital. riverire), Zahvalimona tom daru, Mi smo na tem svi kuntenti. Vom ital. Tisch stammendie Speisen mandulata und prikle( ital. frittole) auf der Insel Hvar( s. 50).In den skr. Kolonien Süditaliens, wo die meisten Bräuche schon ausgestorbensind, nennen viele den badnjak nach italienischer Art cop do- božić.Von der albanischen Sprachgrenze an der Adria hören wir, daß Tänzeralbanische Heischelieder auch in serbischer Uebersetzung singen. ZweiBräuche, das Verbrennen von zwei gekreuzten Weinreben in der Zeta( S. 17)und das Verzehren von Kuchen im Stall unter Nachahmung der Tierstimmenbeim Stamm Vasojevići( S. 85) haben im skr. Sprachgebiet nach den mirvorliegenden Nachrichten keine Entsprechungen, wohl aber bei den Albanern( S. 177), sodaß es nicht zu gewagt erscheint, mit Rücksicht auf die Näheder Sprachgrenze in diesen Punkten Beeinflussung von seiten letztereranzunehmen. Den Bewohnern des Lužnicatals fehlt der Name der česnicaebenso wie den Bulgaren, sie nennen den Münzkuchen einfach kravaj( S. 46). Nach der Terminologie zu schließen, wurde der kroatische kinčvon den Magyar en übernommen( S. 34), der Brauch mit dem vertep wurdewahrscheinlich durch russische Geistliche verbreitet( S. 149).
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ZbNŽ
Kellner, H. 10. 2 Bünger, 108.- 3 ZbNŽ XXII 37 ff.XXI 198( Lobor): Ostereier mit Heiligennamen, Weihe des Feuers und derSpeisen in der Kirche; Schröder, A. R. II 236. 642; Nilsson, VolkstümlicheFeste des Jahres, 35.5 Carić im Gl. Z. M. VIII 527. Kukuljević, ArkivXI 228: Rjeka.- 1 Rešetar, Skr. Kolonien Süditaliens, 123.