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Diese Schlösser stammen, nach den auf dem Riegel eingraviertenJahreszahlen zu urteilen, zumeist aus der Mitte des 18. Jahrhundertesund sind Erzeugnisse der alten einheimischen Schmiedekunst. DieEinfassung ist in der Regel in bogenförmigen Ornamenten aus-geführt, die an beiden Seiten in stilisierte Pflanzen auslaufen. DerSchieber sowie auch der Griff sind in Ritztechnik fein verziert.( Taf. XXV, Fig. 4.)
An dem Tor des Münstertaler Hauses fehlt selten der Tür-klopfer, der jedoch hier nicht so kunstvoll gearbeitet ist wie imEngadin. Als Vorwurf für Türklopfer dienen im Münstertal vorwiegendSchlangen, Eidechsen, stilisierte Hirsche, hie und da auch stilisiertePflanzen.
III. Münstertaler Hausrat und seine Beziehungen zumEngadin und zum Vintschgau.
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Nicht nur nach außen hin trägt das Münstertaler Haus noch einenaltertümlichen Charakter, sondern auch vielfach in seiner Innenein-richtung. Die einzelnen Möbel, Gerätschaften, die Einrichtung derStube, der Küche etc. haben noch viel Bodenständiges und bekundendie alte Tradition. Der Münstertaler Hausrat weist in Bezug aufWirtschaftsgeräte, Möbel, Stickereien u. a. m. vielfach Zusammen-hänge sowohl mit den romanischen Nachbargebieten in ersterLinie mit dem Engadin wie auch mit dem Obervintschgau auf.Jedoch lassen sich hinsichtlich der Erzeugnisse des alten Kunst-gewerbes die Zusammenhänge mit dem Obervintschgau heute nurmehr schwer feststellen, da der dortige Hausrat sein altertümlichesGepräge schon zum großen Teil eingebüẞt hat. Hingegen kann manan der Hand der in den meisten Engadiner Häusern noch erhaltenenErzeugnisse des alten bäuerlichen Hausfleißes die vielfachen Berührungs-punkte zwischen dem Engadiner und dem Münstertaler Hausrat fest-stellen.
1. Die Wohnstube und ihre Einrichtung.
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wenn man
Den Mittelpunkt des Münstertaler Hauses bildet die Wohnstube( stüa) und hier, in dem einzigen beheizbaren Raumevon der Küche absieht konzentriert sich, insbesondere im Winter,das ganze Familienleben. Es ist daher begreiflich, daß auf die Aus-stattung der Stube von jeher die größte Sorgfalt verwendet wurde.Dieser mit Arvenholz getäfelte Wohnraum ist außerordentlich gemüt-lich und kontrastiert stark mit dem zuweilen düsteren Aussehen derHausfassade.
Unter den Möbeln, die sich in der Münstertaler Stube befinden,fällt besonders der große, zumeist aus Nußholz gearbeitete Schrank( schiaffa) auf, in dessen zahlreichen Schubfächern der ganze Wert-besitz des Hauses geborgen wird. Nach Aussagen der Einheimischen