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Embleme findet man auch an den mohammedanischen Glossar ::: zum Glossareintrag mohammedanischen Grabsäulen oder Stein-sarkophagen früherer Zeit auf allen Friedhöfen des Orients Glossar ::: zum Glossareintrag Orients. Porträtdarstellungen aufGräbern kehren auch im orthodoxen Südalbanien wieder( Abb. 44, 45); auch siestehen in der christlichen Grabplastik der Halbinsel nicht vereinzelt da. Kanitzhat an verschiedenen Punkten Serbiens sowohl ältere Grabdenkmäler, die an diespätrömische Kunstübung anknüpfen- so im Gebiete der Drina, wie auch roh ge-formte Steinsäulen ganz neuen Ursprungs mit Reliefs von Soldaten im Gebiet desRudnikgebirges und der oberen Tara aufgefunden und bereits kunstgeschichtlichandeutungsweise eingereiht.
Die Wurzeln dieser bildkünstlerischen Betätigung in Albanien müssen wirebenfalls wiederum zunächst in den mittelalterlich feudalen Verhältnissen suchen.Wir haben hier offenbar die letzten Ausläufer der» Bogumilengrabsteine<<Bosniens und der Herzegowina, der fränkischen Grabsteine des Peloponnes undwohl auch noch anderer uns unbekannter Denkmäler vor uns, in denen west-ländische Einflüsse mit klassisch- antiken Reminiszenzen in jener wundersamenVermengung verschmolzen sind, die es dem Volks- und Kulturforscher gerade hier soschwer macht, die Grenzen seiner Darstellung in Zeit und Raum zu finden, die ihnaber nicht verleiten darf, den vielverschlungenen Weg, der von den Anfängen zumheutigen Dasein leitet, als nebensächliche Strecke aus der gesamten Kulturentwick-lung ausschalten zu wollen.
7. Fremdes Volkstum in Südalbanien.
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Das Festhalten an der alten Sippenüberlieferung durch all den Sturmund Drang der Vergangenheit der Balkanhalbinsel hat dazu geführt, daßsich das albanische Volkstum im ganzen auffällig rein und unvermischterhalten hat; wie schon erwähnt, haben aber mancherlei fremde Bevölkerungs-splitter auf der im Süden von der Natur gegebenen Einfallspforte vonMakedonien her neben und unter ihm sich im Laufe der Zeiten seẞhaftgemacht, die Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeuner und die Aromunen.77)
Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeuner trifft man schon in Skodra, ferner von Alessio südwärtsin der Nähe fast jeder größeren Siedlung an. Meist leben sie in denStädten in eigenen Vierteln beisammen und üben dieselben Pariaberufeaus wie überall; die Männer sind vornehmlich Schmiede, die Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag WeiberTänzerinnen und loses Volk. Außerdem wohnen Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag Zigeuner vielfach ineigenen Dörfern oder als Kolonen auf größeren Gütern( Schkumbigebiet)und leben hier wie auch in Makedonien, Altserbien oder Bulgarien vonFeldarbeit. Einfache Geflechthütten mit pyramidenförmig zulaufendem Dachaus Stroh dienen ihnen, wie bereits geschildert, als Wohnung, die Trachtder Männer ist meist die albanische, die der Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber besteht aus meistgrellfarbigen Hosen und Jacken, ganz wie uns dies Patsch aus derMussakia schildert. Sonst offenbart sich äußerlich nirgends etwelchereigenartiger Volksbesitz.
Viel schärfer hebt sich das aromunische Volkstum von seinerUmgebung ab. Seẞhaft findet man Aromunen oder Kutzowalachen, wie einbeschimpfender Ausdruck sie nennt, hauptsächlich in Elbasan, wo sie eineigenes Viertel bewohnen, ferner in Durazzo, wo ein großer Teil des