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nationaler und religiöser Gegensätze, wie sie in dieser Art im Nordenkaum je ein Volks- und Kulturproblem gebildet haben.
Überschauen wir kurz noch einmal die gewonnenen Ergebnisse.
Im Norden greift zwischen Skutarisee und Podgorica wie auch östlichin Altserbien das albanische Volkstum auf montenegrinisches Staatsgebietüber und hebt sich nach Sprache, Tracht und häuslichenGewohnheiten klar vom slawischen Element ab, doch bedingenuralte Gemeinsamkeiten, der gleichartige Landschaftscharakter, die einstgemeinsame türkische Staatlichkeit, bis heute andauernde Handels- undVerkehrsbeziehungen eine große Zahl von gleichartigen Zügen.Auch hat in den Beckenlandschaften( östlich von Podgorica) unter dermontenegrinischen Staatlichkeit das albanische Element, das dort durchdie Kućen und Piperi vertreten ist, an Sprache und greifbarem Guteseines Volkstums, vorab in seinen Trachten naturgemäß einigermaßenan Boden verloren, doch hat sich kulturelle Vermengung bis auf auf dieneueste Zeit nicht in sehr großem Ausmaß vollzogen.
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Im heutigen Albanien treten die ebenen Küstenlandschaftenund das Gebirge in deutlicher kultureller Trennung auseinander.Nirgends hat sich der volkstümliche Kulturbesitz fremden Ein-flüssen durchaus verschließen können, alt verblieben sind nur die ein-fachsten landwirtschaftlichen Behelfe, besonders im Süden, die einfachstenWohnbauten Geflechthäuser der Ebene und Steinhütten des Gebirgesganz geringfügiger Hausrat, die Herdsteine, Backgeräte, Dörroste, Hänge-haken, die Holzbehälter in Faßform, einzelne Korbwaren, die einfachstenLagerstätten; auch in der Tracht kann es sich nur um einzelne Stückehandeln. So sind in der Tracht der Hochländergaue der Rock der Frauen mitder dazugehörigen Schürzentracht, die Fußbekleidung und der Festschmuckdes Hauptes, auf der Männerseite die Hosenformen die Džurdijas undTalaganmäntel sowie aller Wetterschutz ältester, um nicht zu sagen Ur-besitz dieser Gebiete.
Zuschreibung an irgendwelches Volkstum im beson-deren ist mit Ausnahme der vielleicht illyrischen Herdsteine, dervorzugsweise slawischen Korbformen kaum möglich. Bei den übrigenBesitztümern sind schon im klassischen Altertum Ausbreitung und Aus-gestaltung innerhalb und durch die halbbarbarischen Glossar ::: zum Glossareintrag halbbarbarischen Reichsgründungenim Norden der Halbinsel sowie durch die Kolonisation der Griechen undRömer anzunehmen.
Alt sind schließlich auch die Grundlagen der Hausgewerbe, desTextilfleißes einerseits, der Holzverarbeitung andererseits.
Das Rückzugsgebiet der altertümlichsten Lebensformenist zweifellos das albanische Hochgebirge. In uralter Gleichartigkeit mitdem Norden herrscht auch hier Viehhaltung und Almwirtschaft vor,einzelne Stämme betreiben sie, wie wir wissen, noch in ganz halb-nomadischer Weise. Die Beziehungen zum Waldgebiete des Nordenswerden aus der Siedlungsgeschichte dieser Länder durchaus erklärlich.