Zusammenfassung.
Zusammenfassend ergibt sich für die albanische Wohnkultur etwa
das Folgende:
An ältestem Wohnwesen haben sich nur- auf Grundzwingender örtlicher Verhältnisse wie zum Teil auch gesellschaftlichbedingter niedriger Lebenshaltung einzelner Gebiete und Gruppeneinzelne der Zahl nach meist geringer vertretene Typen erhalten: eben-erdige Steinbauten vorzugsweise in den Gebirgen des Nordens, Geflecht-hütten in den Ebenen des
Südens. Im allgemeinenherrscht dieselbe Abstufungder Wohntypen wie über-all auf der Balkanhalb-
insel. Das Stockhaustritt teils ausgesprochener-maßen von westlichenitalischen Einflüssennach Form und Ausstattunggehoben in Erscheinung, soin den Stockhäusern derDrinebene; auf türkisch-mohammedanischem Glossar ::: zum Glossareintrag mohammedanischemWohngebiet ist vorwiegendder östliche Typus desVerandenhauses mit
mancherlei altertümlichentechnischen Einzelheitenvertreten, ferner stellen-weise der Čardakbau. Auchder Lehmziegelbau ist inund außerhalb der Städtesolchermaßen umschrieben.Doch überwiegt im ganzenauch hier der Steinbau.Der Kulenbau ist in den gesellschaftlichen Zuständen des Mittel-alters begründet und durch die heute noch herrschende Gesellschafts-ordnung gleichsam in Erstarrung auf unsere Zeit gekommen. In letzterLinie geht er auf die gleichen Quellen zurück wie das mittelalterliche Wohn-wesen des Abendlandes Glossar ::: zum Glossareintrag Abendlandes, dem er mancherlei Einzelheiten aus der Zeit regerpolitischer Beziehungen zu diesem, im 13. bis 16. Jahrhundert, verdankt.
Abb. 25. Gebetnische, kleine Moschee in Pekinje.
Die städtischen Wohnhäuser- gleichfalls allgemein aufder Halbinsel giltige Typen beziehen sich in ihrer Innenausstattung inerster Linie auf westliche Vorbilder des 17. und 18. Jahrhundertes, wobeiauch hier im besonderen die Nähe Italiens im künstlerischen Schmuckzum Ausdruck kommt.
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