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Kulturwissenschaftliche Beiträge zur Volkskunde von Montenegro, Albanien und Serbien : Ergebnisse einer Forschungsreise in den von den k. u. k. Truppen besetzten Gebieten ; Sommer 1916
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Neben diesen kommen schließlich in der Gegend von Kolaschin,abgesehen von den städtischen gemauerten Häusern, auch einräumigeHäuser mit Wänden aus doppeltem Lattengitterwerk vor, das mitSchutt, Steinen und Lehm aufgefüllt ist. Auch sie sind durchwegs vonKleinhäuslern bewohnt, und schon Rovinsky bezeichnet sie als Not-bauten. Die gleiche Technik kommt auch anderwärts in Montenegro( Niksić), ferner in der Gegend von Plav, Gusinje vor und taucht auchsonst auf der Halbinsel vielfach auf, namentlich in der Umgebung derStädte und in holzärmeren Gebieten. In letzter Linie mag die Bauweiseaus dem östlichen Mittelmeergebiet stammen; Häuser der gleichen Bau-art sind vielfach auch in den Großstädten Ägyptens anzutreffen, für

Abb. 9. Feldhüterhütte bei Podgorica.

Montenegro liegt, wie schon Rovinsky betont, türkischer Einfluß vor.Dieser ist, wie ein Überblick über die vorhandene Literatur lehrt, auchsonst an den Wohnbauten in ihrem ehemaligen Herrschaftsbereich, zahl-reichen Kulas, von früher her kenntlich, im übrigen soll hier aber nurvon den Beobachtungen die Rede sein, die während der Expeditiongesammelt wurden. Sie erstrecken sich hauptsächlich auf das Siedlungs-gebiet der Türken, besser gesagt, der mohammedanisierten Glossar ::: zum Glossareintrag  mohammedanisierten ehemalstürkischen Untertanen um Podgorica.

Das montenegrinische Städtewesen.

Die natürlichen Ausbreitungsgebiete für die türkische Herrschaftwaren die Becken und Tallandschaften des Gebietes, das Becken vonPodgorica, die Talung von Rijeka, das Zetatal, das Becken von Niksić.Eigentlich nur in ihrem Bereiche hat sich städtisches Wesen auf