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23. Hennascherm
beliebtes Futter für Stubenvögel.
Kleine Mitteilungen.
Hühnerscherben. Ist die Vogelmiere( Stellaria media),
24. Hula a) Holler, Hollunder( Sambuccus niger), b) Flieder( Syringa vulgaris).Beide Sträucher nennt man„ Hula" sowie die Blüten beider als„ Hulatee" gebrauchtwerden.„ Bå chhula"( Backholler) ist jedoch stets Sambuccus, dessen Blütendoldengebacken die beliebten„ Hulaköichla"( Hollerküchlein) liefern; Hulabeerla"( Hollerbeeren) sind die Früchte desselben Strauches, dessen Mark den Kindern auch nochdie beliebten, hüpfenden„ Hulamannla“( Hollermännchen) liefert. Mancherortswerden auch die starkriechenden Blätter des Sambuccus als Ungeziefer vertreibend in dieBettstellen gelegt.
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25. Kånnas blåma( Kånnas Johannes, Blåma= Blume)- Johannisblumeoder Bergwolverleih( Arnica mont.). Die Blüten, in Branntwein angesetzt, liefern dasbekannte Heil- und Universalmittel„ Arnika".
26. Kånnaskraut= Johanniskraut, Hartheu( Hypericum perfor.). Die Blütenwerden gesammelt und in„ Bamöl“( Baumöl, Olivenöl) in Flaschen angesetzt und in dieSonne gestellt. Nach einiger Zeit färbt sich dann das Öl rot und ist dann das beliebte„ Kånna söl“, ein Heil- und Linderungsmittel ei offenen Wunden. Aufgetragen wirddas Öl zumeist mittels eines im Korke der Flasche befestigten Federchens.
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27. Kasnapfla Käsenäpfchen, Käsepappel, Früchte der Malve( Malvarotundifolia). Die Früchtchen, die in ihrer Gestalt an kleine Käse erinnern, werden trotzihres faden Geschmackes gern von Kindern gegessen. Blüten und Blätter der Pflanze,unter dem Namen„ Malfala"( Malvchen) bekannt, sowie die Wurzeln werden ausgekochtund der schleimige Absud( zuweilen noch mit Eibischwurzeln gemischt), der wegen derMilde als Trank schmerzstillend ist, gern als Tee verwendet. Ein verdünnter Absud wirdals Mundwasser oder Gurgelwasser angewendet.
28. Kåt zapföitschla= Katzenpfötchen, Ruhrkraut( Gnaphalum dioicum).Das ganze Pflänzchen kommt als Tee gegen Ruhr in Anwendung. Außerdem bei Kindernals Blumen beliebt.
29. Kinnala= Kindchen, kleine Kinder; darunter versteht man den Feldthymianoder Quendel( Thymus serpyll.). Den Namen„ Kinnala" führt die Pflanze wohl daher, weilsie eingesammelt, sowohl frisch, als auch getrocknet zur Bereitung von Kinderbädern alsKräftigungsmittel verwendet werden. Mit„ Kinnalan" gebadete Kinder sollen schön werden.Jedenfalls hat der aromatische Geruch nur wohltätige Wirkung.
30. Ki( n) skerzn
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Königskerze oder Wollkraut( Verbascum). Blüten undBlätter finden Verwendung: Sie werden zerquetscht und so auf Wunden gelegt. Der aus-gepreßte Saft, mit Branntwein vermengt, gibt die„ Ki( n) skerzntinktur", die entweder mitoder ohne Zucker als magenstärkendes Mittel eingenommen wird.
Bockhäuteln oder Eschbellen im oberen Innviertel.Von Hugo v. Preen, Osternberg.
Ledige Burschen ziehen an den Menschertagen( Dienstag, Donnerstag, Samstag) inden drei Wochen nach Palmsonntag abends mit einem Wiesbaum, den Zweie tragen, inder Gegend umher. Die Burschen schlagen mit den Windlöffeln auf den Balken oderWiesbaum, daß es weithin hörbar ist und die Späne davonfliegen. Sie suchen so viel alsmöglich von diesen zu erhaschen, um sie auf den Hut zu stecken. Hierauf geht's zumFenster der Geliebten. Ist sie nicht zu Hause oder weist sie ihn ab, so steckt er ihr dieSpäne ans Fensterkreuz mit den Worten:„ Da hast die Bockhaut!"
Trud( aus Gilgenberg).
Von Hugo v. Preen, Osternberg.
Trud troakt, alle Wasser not, alle Bam steigt, alle Nöst( Åste) reit, derweil kimmtd'Tagszeit.
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Trud, Trud, du alte I bitt um Gottes Gwalti Kimm heut Nacht net zu mirEnt du bringst den Johannes mit dir- Und die Stutz und die Kruz und die Muz-Und den irdenen Häfendeckel, daß mi ka Hund und ka Katz net wuckt.