Das rumänische Bauernhaus in der Bukowina.
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in irdenen Töpfen beiderseits des Feuers aufgestellt. Gleichzeitigerwärmt er aber auch die Stube während der kalten Jahreszeit. DieMamalige und andere Speisen, die rasch gekocht werden können,werden auf dem offenen Herd oder in der Winterküche aufgestellt.Dem Backofen wird im Familienleben die größte Rolle zugedacht.Ärmere Familien nehmen ihn nur vor großen Feiertagen, wie Weih-nachten, Ostern und Pfingsten, in Anspruch, während die bessersituierten Bauern ihn allwöchentlich benützen. In ihm werdengewöhnlich Brote aus Korn-, Weizen und Gerstenmehl, Kuchen( plăcinte) aus Weizenmehl, mit Kuh- oder Schafkäse gefüllt, zumeistaber Maiskuchen( malaiu) gebacken. Eine Abwechslung bieten dierituellen Feiertage, Kirchweihfeste und die Todesfälle. In diesem Fallekommen die nationalen Weihnachts-, Ostern- und Todenkultusgebäckean die Reihe.
Geflochtene Kuchen im Durchmesser eines Wagenrades, alsOpferbrote bei Beerdigungen, gehören nicht zu den Seltenheiten. Siesind zumeist der Maßstab des Reichtums des Bauern, denn je reicherer ist, desto größer werden sie erzeugt. Im Backofen wird das Fleischund das Obst gedörrt, Mais getrocknet, Ferkel, Lämmer oder Geflügelgebraten. In Gebirgsgegenden werden die Fleischvorräte schon imHerbst für den Winter vorbereitet. Das Fleisch wird im Ofen gutgetrocknet oder aber zu einer dicken Masse( tocană) eingekocht, dieKnochenteile entfernt, in Fässer( budeii) gestampft und sodann mittierischen Häuten luftdicht verschlossen. Es sei hier noch erwähnt,daß die Bigotterie bei den Rumänen so groß ist, daß an Feier- undSonntagen weder gekocht noch gebacken wird. Natürlich gibt's auch hiergenug der Ausnahmen. Der Bau der Herd- und Feueranlagen geschahin folgender Weise: Zuerst ist der offene Herd, die Feuerstelle desBackofens und des eigentlichen Ofens, in Angriff genommen worden.Der hiezu bestimmte Raum wurde zuerst mit Brettern, welchemittels Holzpflöcken befestigt waren, abgegrenzt. In den so begrenztenRaum wurde Lehm mit Gehäcksel, Stroh, Kuhmist oder Pferdedüngergut geknetet und sodann mit den Füßen, beziehungsweise mit einemHolzstück gut gestampft. Die so erzielte Oberfläche wurde mit einergeraden Latte geebnet und mit der benetzten Handfläche geglättet.Nachdem die Masse erstarit ist, werden zuerst die Pflöcke, sodanndie Bretter entfernt. An der Stelle, wo der Backofen, aufzuführenist, wird ein alter, ganz trockener Fichtenstamm von bestimmterLänge, und zwar entsprechend der Tiefe des Backofens gelegt, vonden der Wand entgegengesetzten Seiten mit Brettern begrenzt undder Raum wie zuvor mit Lehm ausgefüllt.
Nach dem Trocknen der Lehmmasse wurde der Holzstamm inBrand gesteckt, die Bretter der Verschalung entfernt und die einzelnenbeim Trocknen entstandenen Lehmrisse ausgefüllt, sodann geglättet.Die Wölbung des Backofens wurde in früheren Zeiten auch mittels