Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde18 (1912) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
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18 (1912) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Mitteilungen aus dem Verein und dem k. k. Museum für österr. Volkskunde.

bei der Flachsernte in Kärnten und ihr religionsgeschichtlicherHintergrund der Fachwelt zugemittelt, während inhaltvolle Arbeitenüber die modernen bosnischen Pfahlbaudörfer von V. Čurčić,» Bei-träge zur bretonischen Volkskunde« von Dr. Artur Haberlandt,» Studien über das rumänische Bauernhaus« von Direktor EliasWeslowski, sämtlich unter Beigabe eines großen Abbildungs-materials, demnächst zur Veröffentlichung gelangen werden. Unserregelmäßiges Organ, die» Zeitschrift für österreichischeVolkskunde« selbst, welche heuer bereits in ihr achtzehntesErscheinungsjahr tritt, brachte nach wie vor in bewährter Weiseeinen umfangreichen und abwechselnden wissenschaftlichen Stoff auszahlreichen österreichischen Volksgebieten und nimmt als dasführende volkskundliche Organ Österreichs in der europäischen Fach-welt eine höchst angesehene Stelle ein, was allein schon die immerzahlreicher werdenden Gesuche aus dem Ausland zur Einleitung desTauschverkehres dartun.

Die Sammlungen des k. k. Museums für österreichischeVolkskunde wachsen unter der energischen und umsichtigen Leitungder Direktion zu jener Vollständigkeit und höchsterreichbaren Qualitätheran, welche in Verbindung mit dem immer stärker drohendenVersiegen der Bezugsquellen in absehbarer Zeit der umfangreicherenSammelarbeit ein Ziel zu setzen gestatten wird.

Der folgende Bericht der Museumsleitung gibt Aufschluß überdie mehrfachen Richtungen, in welchen sich ihr reger Sammeleiferbewegte, und die neuerdings erreichten, höchst erfreulichen und über-raschenden Erfolge. Nach wie vor erfolgt diese Tätigkeit im Sinneder Bewahrung jenes wertvollen Volksgutes, das, einmal von seinerStelle und Scholle gerückt, unter allen Umständen der Heimat erhaltenwerden muß, sei es, daß die Landes- und Ortsmuseen sich desselbenannehmen, sei es, daß unseren Sammlungen die rettende Rolle zufällt,was in überaus zahlreichen Fällen eintrifft, wie die Verhältnisseliegen. verzeichnen, ähnlich wie in den Vorjahren, die großeZahl etwas über 2000 Neuerwerbungen, eine imposante Ziffer,die nur mit der äußersten Anstrengung von Kraft und Mitteln zuerreichen m möglich gewesen ist.

In der Zusammensetzung des Ausschusses ergaben sich einigeÄnderungen, welche Gewinn wie Verlust für unsere Sache bedeuten.Durch den Eintritt des Herrn Hofrates Prof. Dr. J. Strzygowskiin den Vorstand gewinnen wir eine anerkannte Autorität, deren Ratund Unterstützung wir öfters in Anspruch zu nehmen hoffen dürfen;in dem verstorbenen Prof. Dr. Fr. Branky betrauern wir ein Aus-schußmitglied, das unser Unternehmen von Beginn an auf dasWärmste unterstützt hat.

Die Mitgliederbewegung bot keinerlei auffällige Momente. Wirbeklagen den Hingang einer Zahl altbewährter Mitglieder, Dr. Andreas