202 Mitteilungen aus dem Verein und dem Museum für österreichische Volkskunde.
behandeln dasselbe nach den verschiedensten Gesichtspunkten. Von weiteren Aufsätzenseien erwähnt: Gebäcke beim Hausbaufest( Hofrat Dr. Höfler); Egerländer Volkslied undSchulvereinsliederbuch( Dr. J. Pommer); Eine Hochzeit im Nordgauosten( Jos, Hofmann);Von den alten Häusern der Stadt Eger( Dr. Habermann); Hausbaufest und Zimmermanns-spruch( Rohn); Die Familienforschung( Alois John); Der Kopf des Menschen im Aberglauben( Josef Köferl); Das Duppauer St. Wolfgangslied( Bergner); Jos. Czernys Bedeutung für dasEgerländer Volkslied( Alois John); Die Egerer Hütte( Dr. L. Buberl) und andere. Besondersreichhaltig für Sprachforscher sind die„ Beiträge zur Egerländer Wortforschung" vonJ. Kirchberger, die in mehreren Fortsetzungen erschienen und noch nicht abgeschlossen sind.Auch die anläßlich des fünfzigsten Geburtstages des Herausgebers Alois John er-schienene, vom Egerländer Verein in Wien gewidmete Festgabe brachte außer zahlreichenGedichten mehrere volkskundliche Beiträge, so: Rund um den Maibaum( Schilderung derMaibaumbräuche von Jos. Hofmann); Instruktion des Karlsbader Stadtknechtes und Stadt-türmers 1683( Dr. Karl Ludwig); Die alten Pappeln an der Franzensbader Straße( Dr. L. Buberl); Der Pfeifaseff von Altngröin( Anton Treixler) und andere.
Auch das Gebiet des Heimatschutzes und der Wohlfahrtspflege inStadt und Land ist durch größere und kleinere Beiträge gut vertreten. Nicht minderKunst und Literatur. Von Egerländer Künstlern der Gegenwart werden geschildert:August Brömse, Maler und Radierer in Prag, die Wagnersängerin Margarete Kahler inLübeck und Rudolf Dellinger in Dresden( sämtlich von Alois John). Über Schumannserste Braut und den Hauptmann von Fricken handeln Beiträge von Rudolf Freiherrnv. Prochaszka und Karl Alberti. Anläßlich der Enthüllung des Franzensbader Müller-Denkmales erschien ein Aufsatz über Wilhelm Müllers Aufenthalt in Franzensbad imJahre 1826"( nach Briefen und Gedichten desselben von Alois John). Aus den kleinenMitteilungen wäre hervorzuheben: Das steinerne Kreuz an der Voitersreuter Straße;Der Bilmazschnitter( eine Umfrage); Goethe und der Egerer Scharfrichter Karl Huß; DerLehrerferialkurs in Eger; Die Festspiele in Wunsiedl und andere. Bücher- undVereinsanzeigen vervollständigen den Inhalt dieses auch reich illustrierten Jahr-ganges, der wiederum einen prächtigen Einblick in das Volkstum und das geistige undkünstlerische Leben des Egerländes gewährt.
V. Mitteilungen aus dem Verein und dem Museum für österreichischeVolkskunde.
a) Verein.
1. Subventionen und Spenden.
Das hohe Ministerium für öffentliche Arbeiten hat dem Verein( wie im Vorjahre) inAnerkennung seiner dem wissenschaftlichen Studium der österreichischen Volkskunstdienenden Tätigkeit eine Subvention von K 1000 bewillgt. Herrenhausmitglied und Groß-grundbesitzer Herr Anton Dreher, der munifizente Stifter unseres Museums, hat demVerein in neuerlicher großmütiger Freigebigkeit für die Zwecke des Museums den Betragvon K 1500 gespendet. Die Direktion der Ersten österreichischen Sparkasse überwieseinen Unterstützungsbeitrag von K 100. Das Präsidium hat in geeigneter Form den er-gebensten und wärmsten Dank für all diese hocherwünschten Zuwendungen zum Aus-druck gebracht.
2. Mitgliederbewegung.
Neu eingetreten sind seit Juli die Mitglieder: Dr. Stanislaus Hupka, Krakau; HansPriniz, k. u. k. Hauptmann d. R. und akademischer Maler, Wien; Stadtmuseum Znaim.
3. Schriftentausch.
Das Nordische Museum in Christiania ersuchte um Schrifttausch,