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Domluvil.
Da ferner in der mährischen Walachei keine Überlieferungvon einer geschehenen Einwanderung aus Rumänien erzählt wird, somuẞ wohl die Ankunft der mährischen Walachen aus der Slowakeiwirklich vor das 16. Jahrhundert gelegt werden. Unter den brau-berechtigten Bürgern in Meseritsch und Krasno wird schon im Jahre1546 ein Valach genannt, während ein Steinmetz, Fr. Pelov ausLugano, in Krasno im Jahre 1569 ein Haus kauft und fortan Vlachgenannt wird: man unterschied also ganz wohl» Vlach« Italiener von» Valach« ehemaliger Schafhirt.
II.
Verfertigung und Handel mit walachischen Schnapp-
messern.
von
In dem Tale der Oberbečva und dessen SeitentälernWalachisch- Meseritsch bis Wsetin blühte einst eine sehr reich ver-tretene Hausindustrie: das Schmieden von Schnapp- und Küchen-messern verschiedener Art und Größe. Seitdem aber in Wsetin eineMesser- und Eẞbesteckfabrik errichtet wurde, findet man nur wenigehausindustrielle Messerschmiede in Rouštka, Ratiboř, Hošťálkov undKlein- Bistřic; aus Pržno und Jablunka verschwanden sie schon gänz-lich, weil sie lieber in der erwähnten Fabrik arbeiten. Auch derehemalige Hausierhandel, den Walachen aus Liptál und Všeminamit diesen Messern betrieben( Sborník mus. spol. Val. Mezeřičí 1901),ist im Ersterben. Sie kauften den Messerschmieden ihr Erzeugnis abund zogen damit in ganz Österreich, in Deutschland und Russisch-Polen umher. Der Hausierhandel mit Ware von so kleinem Werte,von der sie in Städten den Kaufleuten billig und nur in Dörferneinige Stücke besser verkauften, zahlte sich nicht aus, sobald auchdavon die» Karte« dem Steueramte zu entrichten war. Schwer mitMessern beladen zogen sie wohl aus, aber leicht an Geld kamen sieheim; da wurde die Steuer freilich sehr drückend.
Mit Ausnahme des Stahles wurde das ganze Messer zu Hauseverfertigt, Klinge(» krňka«) samt Heft(» klátek«); es war eine Haus-industrie im vollen Sinne. Der Stahl wurde in Wsetin und Meseritsch
die dortigen Eisenhändler bezogen ihn meistens aus den Eisen-hütten in Friedland und Čeladná bei Mistek gekauft und mühsamzu Klingen geschmiedet; das Holz für die Hefte oder Griffe liefertendie Zwetschken- und Birnbäume des eigenen Gartens, die Buchen-wälder der Herrschaft und die eigenen, auf den Feldrainen wach-senden Ahornbäume.
Als aber später auch Flachstahl in den Handel kam, verfertigtendie Hütten nach Angabe der Messerschmiede und vorgezeigtenMustern auch solchen Flachstahl, der für ihre Messergattungen not-wendig war, wodurch ihnen ihre Schmiedearbeit erleichtert wurde.
Die teuersten Geräte eines Messerschmiedes waren: der Amboẞ(» nákova«,» kovadlina«) und der Blasbalg(» měchy<<) bei der Esse. Die