Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde16 (1910) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
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16 (1910) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Literatur der österreichischen Volkskunde.

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Fragebogen bekannt. Um dem Leser ferner einen guten Überblick über das ganzeGebiet der Ethnographie zu geben, veröffentlicht der Verfasser einen allgemeinen Frage-hogen, der auch die Sammelarbeit erleichtern soll. Im Anhange zu beiden Broschüren,die anfangs in zwei großen Tagesblättern erschienen, werden zwei Fragebogen über dasSammeln von Rätseln und Begräbnissitten veröffentlicht. Es ist zu hoffen, daß beideBroschüren, von denen die zweite speziell den Bukowinaer Verhältnissen angepaẞt ist,nicht ohne Einwirkung verhallen.K.

9. Bojkivske vesilje v Lavočnim( stryjśkoho povita). ZapysavDr. Z. Kuz elja.( Die Hochzeit bei den Bojken in Lawoczne.)( Matériaux pour l'ethnologieukr. ruthéne. Bd. X. Lemberg 1908. Separatabdruck. 30 S. Oktav.)

In der vorliegenden Abhandlung bringt der Verfasser eine ausführliche Beschreibungder Hochzeitsbräuche und Lieder aus Lawoczne in Ostgalizien, die er während derethnographischen Expedition der Ševčenko- Gesellschaft in Lemberg im Jahre 1904 nieder-geschrieben hatte. Der Verfasser ging an die Arbeit mit Hilfe eines speziell für diesenZweck von Professor Volkov ausgearbeiteten Fragebogens und bemühte sich, vor allemdiejenigen Hochzeitsbräuche näher auszuforschen und zu notieren, die entweder gänzlichverschwunden oder im Verschwinden begriffen sind und eine wichtige Bedeutung haben.Insbesondere verfolgte er aufmerksam diejenigen Zeremonien und Bräuche, die inanderen ruthenischen Gegenden( in der Ukraine) gebräuchlich sind, und konnte auf dieseWeise einige allgemein ruthenische Übereinstimmungen feststellen.K.

2. Übersichten:

Český Lid( Das tschechische Volk).

Volkskundlicher Sammler für die Tschechen in Böhmen, Mähren, Schlesien undder Slowakei.

Jahrgänge XIV bis XVII( 1905 bis 1908).

Von Josef Blau.

Unsere Zeitschrift hat auf Seite 375 des III. Jahrganges über die ersten Jahrgängeund auf Seite 238 ff. ihres X. Jahrganges über die Jahrgänge IX his XIII dieser vom PragerUniversitätsprofessor Čeněk Zíbrt in mustergiltiger Weise geleiteten volkskundlichen Zeit-schrift berichtet.

Die nun wieder vorliegenden vier Jahrgänge XIV bis XVII reihen sich ihren Vor-gängern würdig an. Im folgenden will ich versuchen, den reichen Inhalt in seinen mirwichtiger erscheinenden Arbeiten übersichtlich darzustellen, indem ich die Einteilungmeines letzten Berichtes beibehalte. Der Richtung unserer Zeitschrift entsprechend, ver-zeichne ich aus dem Inhalt vorzugsweise die auf die reale Seite der Volkskunde bezüg-lichen Arbeiten.

I. Volkskunst, Hausindustrie, Tracht, Nahrung.

XIV. Jahrgang:

Dr. K. V. Adámek berichtet kurz über die für Weihnachtsgebäck um Hlinskogebräuchlichen töneinen Backpfannen in Fischform; bringt weiter Bilder von seinerSammlung von Hauben( čepců) aus Ostböhmen.( Illustriert.)

Fr. Homolka. Über Gebäckformen zu Festzeiten und Volksspeisen der RaudnitzerGegend.( Illustriert.)

A. Sýkora. Altes hölzernes Kinderspielzeug aus Náprsteks Museum.( Illustriert.)Originell sind der Teufel mit dem Kinde in der Butten, die Heiligenberger Wallfahrt undein Kinderbegräbnis.

R. Tyrš zeigt Belege für die wachsende Hochschätzung der Volkskunst in BöhmensNachbarschaft auf.

F. Zapletal teilt die Schilderung des Lein- und Hanfbaues in der Hanna ausdem Volksmunde mit.

Dr. Č. Zibrt berichtet über die weltbekannte Majolikafabrik von Holitsch bei Göding( mit Abbildungen) und bringt Bilder von alten Podiebrader Buchmalereien und Hand-zeichnungen aus ostböhmischen geschriebenen Gebet- und Gesangbüchern.