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Bronner.
Oanige sag'n, sie san dort,
Dö andern sag'n, sie san da,
Und z'nachst bab' i gar amol g'hört,Sie roas'n scho gar von Grödig 1) da hera( b).Und der Kaiser Karl,
Er is a General;
Er sitzt bein Tisch und schlaft
Und alle fünfzig Jahr wird er munter amol.Und sei' Bart wachst dreimal um an TischUnd do' is der Kerl no so wacker und frisch,Daß er fast an Ochs'n möcht' z'reiß'nUnd uns alle die Köpf' wegabeiß'n.Ja, meine Buam, dös is a Kerl,Fuchsteufiwild und kloa und verweg'n,Unsa Kirchatuin ent 2) war a Zwergel dageg'n.Und an Sabi hat a viel an länger'n wia neunÖhn( Ellen)Ja, meine liab'n Leut, i kann enk nöt all'svazöh'n( erzählen).Am Walserfeld, ³) da wird er hab'n dieletzte Schlacht,
Wo's drei Tag und NachtNix als blitzt und kracht.Da werd's Bluat umafließ'n,
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Daß ma's ka( u) m dawat'n kann mit'n Füaẞ'n,Und nach dera grausig'n SchlachtWird aa da ganz'n Welt der Garausg'macht.
Ja, i sag's bei meiner Treu,Ohne Furcht und ohne Scheu:Wenn i so an Hand'l kunnt daspäha oderdalus'n,
Dann gang's bei mir pumpsweg in d' Hos'n.Aber wos siach i, ho, ho,
I gla( u) b', es is gar scho so alts Muffitier do.
O mei' Gott, o mei' Gott, so i's es dennwirklich wahr,
Wia man's bei uns im Untersberg hört,Daß sie die ganze Welt hat so verkehrt!Ach, wo bist du hingewichen,
Du ruhige, friedliche Zeit,
Da man auf der ganzen Welt nichts hörtAls von Krieg, Zank und Streit!
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Es werden alle Laster ohne Scheu getrieben;Denn die Hoffart i's scho aufs höchsteg'stieg'n.
Der gemeine Mann kleid't sich wie ein Edel-
mann,
So daß man zuletzt den Hohen von demNiederen nimmerunterscheiden kann.
Der Dienstbot' fordert auch einen so hohenLohn,
Daß ihn der Bürger oder Bauer fast nimmererschwingen kõ.
Und was noch das Ärgste ist dabei,So verwenden viele ihr Geld
Zur Hoffart und Windmacherei.List und Betrug ist so bitter in SchwungBei alt und jung,
Daß einer auf sich selber darf schauenUnd ein Bruder dem andern nicht mehrdarf trauen.
Nach vergänglich Gut und GeldHalten die Leute alles auf der Welt;Sie wälzen sich in allen Lastern wie dieSchwein'
Und doch will eines besser als das andere.sein.
Ach, du eitle Welt, du erschreckliche Zeit,Du bist der Vorbot' der herannahenden
Ewigkeit!
Kaiser:
Wohlan, der Tag ist nicht mehr weit,Die Stunde ist schon vor der Tür,Ich richte mich zum StreitDer ganzen Welt herfür.
Weil alles in der Welt die Waffen schonergriffen,
So wird auch jetzt mein Schwert zu Mordund Tod geschliffen.
Im Walserfeld alldort wird herrschen derhöchste Mord und Tod;Denn dieses will jetzt haben unser höchsterHerr und Golt.
Ja, alte Mutter, seid auch Ihr hier von meinemUntersberger Reich?
1) Grödig am Fuße des Unterberges. 2) Kirchturm drüben. 3) Das Walserfeldoder die Walserleide liegt beim Dörflein Wals am Wege von Salzburg nach Reichenhall,Nach einer alten handschriftlichen Prophezeiung vom Jahre 1529 wird dort einmal einegroße Endschlacht des Kaisers Karl gegen den Erbfeind oder Antichrist stattfinden. DerFürst von Bayern wird an den Birnbaum auf der Walserheide Glossar ::: zum Glossareintrag Walserheide seinen Wappenschild hängen.Bald nach Errichtung des deutschen Reiches, anno 1872, geschah es, daß der Baumauf dem Walserfelde, nachdem er von unbekannter Hand durchsägt worden war, vomSturme umgerissen wurde. Aus dem Stamme ward ein Tisch gemacht und dem deutschenKaiser verehrt.( Sammler d.„ Augsbg. Abendztg." 1883, Nr. 111.)