Heanzen.
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das Hirtengeld ein. Am Karsamstag macht jeder Bauer aufeinem seiner Felder während der Auferstehung ein Feuer, wobeigebetet wird. 1. Mai. Der Geliebten setzt der Bursche in der Vor-nacht den Maibaum, mißliebigen Mädchen wird ein Dornstrauch vordem Fenster aufgerichtet. Zu Johanni( 24. Juni) macht man eineWallfahrt, Feuer werden nicht entzündet.
Hochzeit. Geschenke zwischen Verlobten sind nicht allgemeinüblich. Leiter ist der Brautführer oder Hochzeitslader, ein gewandter,redegeübter Mann. Die sogenannte Brautmutter, eine angesehene Fraudes Ortes, führt die Braut, gerne im Wagen, bis zur Kirche, der Braut-führer bis zum Altar. Beim Herausgehen aus der Kirche werden unterdie Jugend Krapfen ausgeworfen. Das Mahl wird im Brauthause ab-gehalten. Die Gäste sind dabei frei, bringen jedoch Geschenke,meistens in Eẞwaren. Während des Essens wird jedem, der verlangendvorübergeht, etwas an Speisen hinausgereicht. Brautstehlen und Aus-lösen nach dem Essen. Dann wird die große Stube geräumt undgetanzt, zuerst durch die Braut mit deren Vater. Dabei bittet sie ihnum Verzeihung, fällt auf die Knie, der Vater erhebt sie wieder. Dannnimmt man ihr den Kranz, sie springt über den Tisch. Der Braut-führer leitet alle wichtigen Vorgänge mit herkömmlichen Reden ein.Zuletzt erhält jeder Gast das» Bschadessen« mit sich. Wenn dieDienstleute das Vieh gefüttert haben, dürfen sie weiters dem Festebeiwohnen. Das Überführen der Aussteuer geht ohne Förmlichkeitvor sich. Bei ledigen Kindern ist nur eine sehr einfache Hochzeit,und die Braut wagt nie, ein Kränzchen aufzusetzen.
Sterben. Todesvoranzeigen sind, wie auch anderwärts, derSchrei des Käuzchens im Hause, Rumoren nachts auf dem Dachboden,ohne daß eine Ursache zu entdecken ist. Bei Verstorbenen wird biszum Leichenbegängnisse von den Nachbarn Toten wache gehaltenund dabei gebetet und gesungen. Das Totenmahl ist frei. Keine
Geschenke.
Schutz vor bösen Einflüssen. Sehr viel rechnet derBauer auf den Gebrauch geweihter Palm- und Thujenzweige, wozuer am Palmsonntag einen Bund in der Größe eines Besens weihenläßt. Zweige davon werden in der Wohnung und im Stalle aufgesteckt,die Kätzchen nimmt man gegen Halsschmerz und andere Übel, mangibt solche dem Vieh, verwendet sie nebst den auch geweihten Thujen-zweigen bei Räucherungen zur Abwehr von Hexeneinfluß. GroßeStücke hält er darauf, stets Weihwasser im Hause zu haben, womiter gefährdete Räume besprengt. Zu demselben Zweck macht manKreuze auf Eingangstüren, nagelt ein nach außen offenes Hufeisenauf die Schwelle der Stall- und Wohnungstüre. Man verkauft vorSonnenaufgang keine Milch, und wenn schon nötig, macht man darüberdas Kreuz oder tropft Weihwasser hinein. Die Bedeutung der manch-mal vorkommenden ausgeschnittenen Pferdeköpfe an Hausgiebeln