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Dachler.
Nr. 7 ist vom Hause des Lentsch in Feuchten von Joh. Mark,wie unter Nr. 1, Tafel I, besprochen. Der Grund ist hier weißlich,die Zacken rot und ein grüner Streifen darüber hinlaufend.
Nr. 8 ist von Josef Eiterer von Kaunerberg und in den Farbensehr ähnlich mit Nr. 2, Tafel I.
Nr. 9. Aus dem Orte Kauns ist eine der vielen Varianten vonNr. 3, Tafel I, und hier an den Rändern grau, die Bogen grün gefärbt.Nr. 10 vom Hause des Lentsch in Feuchten, ist weißlich gefärbt,die inneren Herzblätter abwechselnd grün und gelb.
Nr. 11 von demselben Hause. Umrahmung rotbraun, Füllunghellgrün mit dunkelgrünen Randstreifen.
Nr. 12 von der Tabaktrafik in Feuchten( woher auch Nr. 6,Tafel I), von Daniel Wolf stammend. Farbe des oberen Rundstabesund der Füllung grünlichblaues Weiß. Der Seitenpfosten und dasBodenbrett ein grünliches Drap. An den beiden letzteren findenwir die an bäuerlichen Geländern gebräuchliche Form der Reihungausgeschnittener, aufgestellter Brettchen zum erstenmal wieder.
Nr. 13, 14 und 15 sind die bei Nr. 1, Tafel I, bereits besprochenenRundbogenstalen, und zwar demnach von Joh. Mark; obwohl diebeiden ersteren bäuerlich in Form und Farbengebung sind, währenddas letztere mit seinen durchaus nicht bäurischen, kräftigen Profilen,seiner gelb und braunen Färbung auf Beeinflussung von außen hinweist.Leider findet Nr. 15 heute die größte Verbreitung.
Nr. 16 und 17 hängen in Feuchten am Hause gegenüber demLentsch, sind grauweiß gefärbt und das eine hat rotbraune Rahmung.
Nr. 18 bis 22 fand ich in Ried. Die drei letzten sind besondersmühsame Arbeit, die schon aus dem eigentlichen Stil der Bauern-stalen herausfällt. Der Tiroler- Adler auf Nr. 20 ist rot, die Buchstabenweiß, die Rahmung grün.
Nr. 21 und 22 sind von lustigem Naturalismus, in zwei Tönengrün gehalten; sie stammen vom Gasthof„ Zum weißen Kreuz", undeine dritte dortselbst befaßt sich bloß damit, anzuzeigen, daß sie ausdem Jahre 1882 stammen.
Baden und Badestuben.
Von Anton Dachler, Wien.
( Mit 2 Textabbildungen.)
In vielen Gegenden Europas gibt es aus früherer Zeit Gebäude,in denen entweder wirklich gebadet wird, andere, welche dafürbekannt sind, daß sie dazu dienten, und solche, welche zwar Bade-stuben heißen, bezüglich welcher unter den Bewohnern jedeErinnerung an einstmaliges Baden verschwunden ist und die gegen-wärtig anderen, stets gleichbleibenden Zwecken dienen. Aber auchdiese sind fast überall als wirkliche Badestuben urkundlich bezeugt.Bekanntlich versteht oder verstand man früher unter Stube stets ein