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Ethnographische Chronik aus Österreich.
4. Schränke.
a) Drei große Schränke im Speisezimmer, ganz schwarz gebeizt; stammen aus demPfarrhof zu Mauterndorf.
b) Im V. Stock des Turmes: Mittelgroßer Schrank mit einfacher Tür und ornamentalerMalerei Aufschrift: Anna Katharina Müller.
c) Im V. Stock des Turmes: Dunkel gebeizt, mit ornamentaler Schnitzerei; stammtaus Tamsweg.
d) Im Schlafzimmer: Großer Schrank aus braunem Zirbelholz, Renaissancestil.Aufschrift: M
AS
H.
e) Endlich befinden sich im Schlosse drei ganz gleiche Schränke von außergewöhn-licher Gestalt und Dimension. Ihre Form ist sehr charakteristich: Sie sind oben nichtflach, sondern laufen giebelförmig spitz zu. Ihre Breite beträgt etwa 2½ m, die Höhezirka ebensoviel, sie haben sehr starke Wände und Türen und breite, schmiedeiserneBeschläge an beiden Türflügeln.
5. Tische. Meist sehr einfach, ohne weitere Verzierungen.
a) Im Torwartstüberl: Einfache Platte aus ungebeiztem Holz; Kugelfüße. Stammtaus dem Gehöfte des Bauern Wieland in St. Michael.
b) Im Herrenzimmer: Aus dunkel gebeiztem Holz, zirka 3 bis 4 m lang.
c) Im Schlafzimmer des Grafen: Kleiner viereckiger Tisch mit gotischer Schnitzerei
an der Zarge. Stammt aus Lützeldorf bei St. Michael.
d) Im Gobelinzimmer: Ein sehr langer Tisch aus hellbraunem Holz.
e) Im IV. Stock des Turmes: Kleiner einfacher Tisch mit Kugelfüßen.
6. Stühle.
a) Im IV. Stock des Turmes: Altvaterstuhl; ungebeiztes Holz, gepolsterter Sitz,
runde Lehne.
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6) Im Herrenzimmer: Drei Lehnstühle aus braunem Holz mit Leder gepolstert.an der Lehne finden wir wieder die öfters genannten charakteristischen Einkerbungen.c) Im Renaissancezimmer: Drei Sessel mit reichgeschnitzter Lehne; der mittlereist jedenfalls der älteste und originellste.
d) Im Schlafzimmer des II. Stockes: Zwei gotische Sessel, an der Lehne je einherzförmiger Ausschnitt, die Jahrezahl 1783 und die Buchstaben INRI.
e) In der Sattelkammer: Zwei dunkel gebeizte Sessel auf die Art der drei Stühle 6 c,nur weniger reich verziert.
f) Ähnliche Sessel auch im Frühstückzimmer.
g) Im Renaissancezimmer: Spinnstuhl mit gotischer Lehne und Barockfüßen; hatnur eine Lehne.
h) In einem kleinen Zimmer des VI. Stockes: Ein sehr einfach ausgeführter Sessel,Rücken- und Armlehne auf gleicher Höhe.
i) Im V. Stock des Turmes: Sessel mit Lungauer Stoff.
An Kredenzen findet sich mit Ausnahme derjenigen, die schon unter den ausTruhenwänden zusammengesetzten Gegenständen erwähnt wurde, nur eine alte, und zwarim Speisezimmer; ein großes, massiges Möbelstück aus ganz schwarz poliertem Holze, siegehört unverkennbar in Stil und Ausführung zu den im selben Raume befindlichengroßen Schränken( 4, a).
Von den Türen dürften ungefähr ein Dutzend echte, alte Lungauer sein, sie sindzumeist ohne besondere Verzierung oder Metallbeschläge, mit Ausnahme der Türen inden Prinzenzimmern, die später noch besprochen werden.
Plafonds. Die echten Lungauer Plafonds sind durchaus Tramdecken mit einemoder zwei Durchzügen, also niemals kassetiert. Es sind ücrigens noch nicht alle altenPlafonds im Schlosse ans Tageslicht gekommen. Denn da viele Zimmer zu kalt waren,so half man sich früher damit, daß man eine zweite Decke ungefähr 2 m tiefer als die.erste anbrachte. Bei der Restaurierung des Schlosses warde in mehreren Zimmern diesezweite Decke wieder entfernt, doch nimmt man an, daß noch nicht alle alten Plafonds