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Dachler.
ein aus runden Stangen zeltartig gebildetes Obdach für den Hack-stock und anderes. Die Bedachung der finnischen Häuser besteht ausPfetten, Sparren und zwei starken Schalungen mit Rindenlage
dazwischen.
Interessant durch ihre Ursprünglichkeit sind die Sommersitze( ähnlich unseren Almhütten), die Unterkünfte der Waldarbeiter undKohlenbrenner.
In Island, wo Holz und Mörtel fehlen, macht man die Häuseraus Findlingen mit Erde oder Schlamm, außen mit Rasen bekleidet. DieBedachung ist, wie sie in Skandinavien war, Erde, mit Gras bebaut.Jedes Gemach hat sein besonderes Dach, da größere Spannweitenwegen des bedeutenden Dachgewichtes nicht leicht herzustellen sind.In den Ixen zwischen den Dächern dringt stets Feuchtigkeit durch,die sich im Innern zeigt. Fenster sind nur wenige, klein und unbe-weglich. In gewöhnlichen Bauernhäusern ist kein Ofen vorhanden,dagegen wird der Herd fast ständig geheizt. Brennstoff ist schlechterTorf, getrockneter Kuh- und Schafmist, getrocknete Vögel. Ein engerRauchabzug erlaubt einige Lüftung. Zur Beleuchtung dienen Talg-lichter und Tranlampen. Die alten Häuser sehen von außen Erdhaufenähnlich. Auch die Grönländer bauen aus Erde, ziehen sich sehr engezusammen und leben noch eingeschränkter als die Isländer. Die nötigeWärme müssen die stets brennenden Tranlampen geben. In neuererZeit ist mancher Fortschritt zu verzeichnen.
Die skandinavische Volkskunst hat eine rühmlicheVergangenheit und bietet ebenso wie die Bauweise großes Interesse.Schon die wohlerhaltenen Vikingerschiffe in Kiel und Christianiamachen uns mit einer vorzüglich ausgebildeten Holztechnik bekannt.Zu den ältesten erhaltenen künstlerischen Leistungen gehören dieSchnitzereien an den Kirchen, besonders den Portalen, welche vonden einheimischen Forschern in die romanische Zeit, also nach derBekehrung, datiert werden. Die reiche Ausbildung jedoch und der Inhaltzeigen, daß sie weit in die Heidenzeit Glossary ::: show glossary-entry Heidenzeit zurückreichen. Wir sehen andiesen Portalen wohl Säulen mit Sockel, Kapitelle und darüber denBogen, dies alles in ungeschickten Verhältnissen, etwa nach derZeichnung eines Ungeübten, und dicht mit Ornamenten bedeckt, dochkeine Spur eines christlichen Abzeichens, nur Drachen, Fratzen undSchlangen als Bestandteile eines phantastischen Geschlinges stilisierterRanken und Blätter. Ohne Wiederholung merken zu lassen, ist einegewisse Ordnung sichtbar. Die Gleichmäßigkeit und große Sicherheitder Anordnung und die im Ornament tadellosen Formen der Zeichnunglassen das Ganze als das Ergebnis eines alten und wohlausgebildetenKunsthandwerkes auf nationaler und auch heidnischer Glossary ::: show glossary-entry heidnischer Grundlage er-kennen. An den Spitzen der Giebel sind die angriffslustig hinaus-fliegenden Drachen, wie auf dem Vordersteven der Kampfschiffe an-gebracht, die sich übrigens auch an den normannischen Bauernhäusern