Nordische Bauernhäuser.
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kann. Das Ganze ist auch ein naturgeschichtliches Museum und zugleichein Unterhaltungsort, wo volkstümliche Gesänge und Tänze aufgeführtwerden, so daß zu jeder Zeit reger Besuch herrscht. Ähnliche, wennauch etwas kleinere Anlagen finden sich in Bygdö bei Christianiaund Lillehammer in Norwegen, Lund in Schweden, Lyngbybei Kopenhagen, Meldorf und Husum in Schleswig, einige anderesind im Werden begriffen.
Als Frucht meiner Reise möchte ich mit Anlehnung an dieArbeiten nordischer Forscher eine kurze Darstellung des Baues, derHeizung und Einrichtung der im Norden in den Museen und teil-weise noch in Wirklichkeit vorhandenen Häuser bringen, und werdewegen des mehrfachen Zusammenhanges mit Niedersachsen auchüber dieses berichten.*)
Das niedersächsische**) Haus vereinigt, wie bekannt, allenötigen Räume unter dem ungebrochenen Dachfirst in einem Ge-schosse.( Abb. 1-3.) Der alte Wohnraum, Flett, das süddeutsche Fletz,ist das ungeteilte Ende des Hauses nach den Ställen, ohne Abschlußgegen diese und ohne Zwischendecke bis an das Dach reichend. Dieeinzige Wärmequelle, der offene Herd, ist zuerst nur ein ringsum freier
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*) Literatur: Henning Rudolf, Das deutsche Haus. Straßburg 1882.Meitzen August, Siedlung und Agrarwesen der West- und Ostgermanen, Kelten u, s. w.Berlin, 1895. Das nordische und altgriechische Haus. III. Bd., S. 464 ff. Stephani,Dr. K. G., Der älteste deutsche Wohnbau. I. Bd., S. 341-88. Peßler, Dr. Willi,Das altsächsische Bauernhaus. Braunschweig 1906. Meiborg R., Das Bauernhaus imHerzogtum Schleswig im 16., 17. und 18. Jahrhundert. Übersetzt von Richard Haupt.Schleswig 1896. Andree Richard, Braunschweiger Landeskunde. Braunschweig 1896.Das Bauernhaus im Deutschen Reich. Dresden:- Hansen, Dr. R., Bauernhausin Schleswig. Globus, Bd. 63 und 69. Wanderley, G. v., Bauernhaus in Schleswig-Holstein. Romberg, Zeitsch. f. prakt. Baukunst. Berlin 1870. S. 46–55. Führerin Lyngby bei Kopenhagen( Abteilung des dänischen Volksmuseums). Dänisch. Kopen-hagen 1902. – Illustrierter Führer im dänischen Volksmuseum. Dänisch.Kopenhagen 1892. Hazelius A., Sommerbilder von Skansen. Schwedisch. Stock-holm 1901. Führer in Skansen( Abteilung des nordischen Museums in Stock-holm). Von Axel Nilsson. Englisch. Stockholm 1906.- Mühlke Karl, Von nordischerVolkskunst. Berlin 1906.—— Sandvig Anders, Die Sandvigschen Sammlungen. 1. Heft.Norwegisch. Lillehammer. Nordiska Museet Fataburen. Kulturhist. Zeit-schrift. Schwedisch. 1906 und 1907. Dietrichson und Munthe, Die Holz-baukunst Norwegens. Berlin 1893. Der Architekt, Zeitschrift, Das finnische Bauern-haus, X. Band. Wien. Martell Paul, Holzbaukunst in Norwegen. Baugewerks-zeitung 1907. S. 680. Hormayr, Archiv für Geschichte u. s. w. XI. Bd. 1820. S, 271.Samuel Kirchels Reisen 1585/89 in Schweden.und Bewohner. Wien 1885.
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Poestion J. C., Island, LandJaden H., Freih. v., Der isländische Bauernhof. Mit-
teilungen d. Anthr. Ges. in Wien. 1904. S.[ 102].Rußland. Il. Bd. Leiprig 1884.
Mayer v. Waldeck Friedr.,
Von den Klischees erhielten wir jene zu Abb. 7, 11, 17-21 und 23 sowie zurKopfleiste von der Direktion des nordischen Museums in Stockholm, jene für 6, 16und 22 von der Verlagshandlung Wilhelm Ernst& Sohn zur Verfügung, wofür von unsererSeite aus freundlichst gedankt wird.
**) Henning, Deutsches Haus, S. 26.
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