12.
Deutsche Lieder aus der Bukowina.
13.
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Es ging ein Mädchen grasen, ja grasen wohlauf die grüne Wies',
Da kam ein Reiter geritten, ja geritten wohlauf die grüne Wies'.
Der Reiter spreit' seinen Mantel aus wohlauf die grüne Wies',Schön Schätzchen, setz' dich nieder, ja niederwohl auf die grüne Wies'.
Ich kann mich ja nicht niedersetzen, ichhab' noch wenig Gras,Dazu eine schlimme Mutter, ja Mutter, sieschlägt mich alle Tag.
Hast du eine schlimme Mutter, sie schlägtdich alle Tag,
So sag', du hast geschnitten drei halbeFinger ab.
Mutter anzulügen, das steht mir gar net an,Viel lieber will ich die Wahrheit sagen: derReiter ist mein Mann.
Ist der Reiter dir viel lieber wie all und alldein Gut,
Pack' zusammen deine Sachen, ja, Sachenund reit dem Reiter nach.
Ach liebste Mutter, Mutter, meine Sachensind nicht viel,
Gib mir dreihundert Taler, ja Taler, dakauf ich, was ich will.
Ach liebste Tochter, Tochter mein, die Talersind nicht hier,
Dein Vater hat sie verrauschet, ja ver-rauschet bei Würfel- und Kartenspiel.
Hat sie mein Vater verrauschet bei Würfel-und Kartenspiel,
Soll er ja nicht sagen, ja sagen, daß ichseine Tochter bin.
Wenn es nicht mein Vater wär und ichauch nicht sein Kind,
So möcht' ich ihm wünschen, ja wünschen,auf beide Augen blind.
Weil es ja mein Vater ist und ich auchsein Kind,
So möcht' ich ihm nicht wünschen, ja nichtwünschen, auf keinem Auge blind.
Es ging ein Mädchen Wasser holenWohl an den kühlen Brunnen hm hm hmha ha ha,
Sie hat ein schneeweiß Hemdlein an,Dadurch scheint ihr die Sonne hm...
Da kommt ein stolzer Ritter geritten,Ach Mädchen, du gehörst meine hmUnd soll ich dem Herrn sein Mädchen gehör'n,So bring mir drei Rosen hm...Die mitten im Winter gewachsen sindUnd blühen um die Ostern hm...
Der Reiter ritt über Berg und TalUnd fand ja keine Rosen hm...Da ritt er für Frau Malerin Tür:Frau Malerin seid ihr hier hm..Und tritz( tretet) heraus und malen S' mirdrei Rosen,
Die mitten im Winter gewachsen sindUnd blühen um die Ostern hm...
Die drei Rosen male ich nicht,
Sie wachsen bei mir im Garten hm...Und als der Reiter die Rosen sah,Fing er an zu pfeifen hm...Nun freu' dich, Liebchen, wo du bist,Die Rosen sind gefunden hm...
Und als das Mädchen die Rosen sah,Fing es an zu weinen hm..Ich habe nur ein Wort aus Spott gered'tUnd hab's nicht so gemeinet hm...
Hast du nur ein Wort aus Spott gered'tUnd hast nicht so gemeinet hm...Jetzt du gehörst mein und ich gehör' dein,Bis uns der Tod wird scheiden hm.
14.
Es ging einmal ein verliebtes PaarIm grünen Wald spazieren,Der Jüngling, der ihr untreu war,Wollt sie im Wald verführen.
Er nahm sie bei ihrer schneeweißen Hand,Wollt sie im Wald hinleiten,Er sprach Herzallerliebste mein,Genieße deine Freuden.
Was soll ich denn im grünen WaldFür eine Freude haben,Mir scheint, es ist die Todesgruft,Wo du mich willst begraben.