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Höfler.
denn das Schweine- Opfer vor der Winterstallung gab diesen Namen( Weinhold, M. N. 33); daher war schon in ahd. Zeit( slachtman,Schrader, 552) dieser Monat ein dem Schlachten von Schweinen( mnd. swine mân, slachtelman) gewidmeter Jahresabschnitt.*) Im Tegern-seer Kalendarium des 16. Jahrhunderts heißt derselbe auch Kot-monat; im alten Island gor- mánadr Kot- oder Unratmonat( Schrader,512). Der Tag vor Allerseelen, der Allerheiligentag im November( engl. Allhallow Eve, Allhallows Day, Saints Day, Hallow Mass, AllSaints Eve, Dies omnium sanctorum), wurde wahrscheinlich von PapstGregor III. 731-741 eingeführt, welcher in der St. Peterskirche zuRom die Reliquien aller Apostel und Heiligen beisetzen ließ; eswar also eigentlich ein römisch- kirchliches Heroen- oder Märtyrerfest.
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An diesem Abend lassen sich die Seelengeister als Irrlichterüber Moosflächen( Schönrain in Oberbayern) sehen, das heißt dieunterirdischen Seelengeister kommen auf die Erde(» mundus patet«der alten Römer). Am Allerseelentag darf man keine Kröten töten, weilan demselben die Seelen in Krötengestalt auf die Erde herauskommen( Zingerle, S. 114, 829); sie gehen auf den Freithöfen aus ihren unter-irdischen Löchern; auch das Wurmhaus wird offen an diesem Tage.Es ist ein allgemeiner Völkergedanke, zu bestimmten Zeiten,in stürmischen und dunkleren Nächten, namentlich aber vor Beginneines neuen Jahres bei den Germanen war dieser nach demWeideschluß vor der Winterstallung, also je nach der Lokalität umMichaelis, Martini der Toten( Ahnengeister, Seelengeister, Heroen,chthonische Gottheiten etc.) zu gedenken. Alle Züge des Allerseelen-tages finden sich darum auch beim nordischen Julfest( Feilberg 2 50),alle Volksgebräuche des christlichen Totenkults bei Sterbefällen( s. Arch. f. Anthropologie, 1907) auch am katholischen Allerseelentag.Auch bei den griechisch- orthodoxen Russen ist das am 1. No-vember gefeierte Kosmas- Fest( Kusminski) ein Winterfest, ein Festder Hühner, Handwerker und Mädchen. Man jagte an diesem Tageden Hausgeist mit einem Besen vor sich her, man schlug einemHahn den Kopf ab und warf die Füße desselben aufs Dach desHauses, damit die Hühner sich vermehren; Hühner( sog. Huldigungs-hahn) wurden geschlachtet.» Am Cosmas- und Damiantag bring' einHuhn auf den Tisch, dem Popen aber ein Kücklein,« sagt der Russe( Yermoloff, 461); das griechisch- katholische Seelenfest fällt aber aufeine andere Zeit. Die orientalisch Glossar ::: zum Glossareintrag orientalisch- orthodoxe Kirche des Balkans hatden 4 Quatembern( quatuor tempora, Solstitien) entsprechende 4 Aller-seelentage, welche vor die 4 Hauptfeste**) des Jahres fallen. An diesen.
*) Vergl. den in Stein gehauenen Monatskalender aus dem 12. Jahrh. auf demTympanon zu St. Ursin in Bourges, wo der November durch das Schlachten einesSchweines markiert ist.( De Caumont, Rudiment d'Archéologie.)
**) Über den griechisch- russischen Seelenkult auf Ostern s. Ostergebäcke( Z. f. 8.V. K., 1906, XII, Suppl. IV, S. 64).