Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde13 (1907) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
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13 (1907) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Bünker.

ist nämlich vielfach und auch in Tamsweg Gebrauch, daß jederSchütze seinen Schützennamen hat, der wie ein>> Spitz-name« sich vom eigentlichen Namen des Schützen unterscheidetund nur auf der Schießstätte oder im Kreise von Schützen ge-braucht wird.

Eine der Juxscheiben im Tamsweger Schießstande hat die In-schrift:

Eine andere:

Schieß gut

auf'sJux- Best!

Jux- ScheibeHau Gackai!*)

BalserſcheibeErinnerung an das Steber

21.u..

Wasserfcheibe

I. Suson Same fez oI. Georg Sofern StatGeorg Sofledner,Jated Birland von StV Car Casero S

Ceptember 188

Schieken

Bestgevinner

Chrenſcheibe.

I Dr. Fr Duff, Natar,

1. Jates Wirland res St. Micheal,

3. Gity on SherIV. Refand Cel

H Can Galer

Juvention.

B. Gery SletnerAnton Lantmager

Vi. Beter BingalVIL fatin delfVL. Pater EstIX. Jelob WulandJef Latasjer

Fig. 4. Wasserscheibe.

Das Wesen der Juxscheibe besteht darin, daß bei ihr nicht dasZentrum als jener Punkt gilt, welcher bei der Zuerkennung derPreise ausschlaggebend ist, sondern ein anderer Punkt, etwa eini- Punkt, ein Buchstabe oder dergleichen. Der betreffende Punkt wirdvom Stifter der Scheibe, der zugleich der Stifter eines Bestes( Preises)ist, in einem verschlossenen Kuvert vorbestimmt, jedoch bis zumSchlusse des Schießens geheimgehalten. Die Wahl des Juxbesteswird in der Regel auch so getroffen, daß es für den Gewinner einescherzhafte Überraschung bildet.

*) Hau Gackai" ist ein Schützenname. Er wurde den Betreffenden von seinenGenossen gegeben, weil derselbe diesen Ausdruck häufig im Munde führte. Hau Gåckaibedeutet: Schau, Tolpatsch( Tölpel). Gåck wird der Pfannknecht( Pfannenhälter) derHolzknechte genannt, Gåckai ist das Diminutiv davon.