Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde12 (1906) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
12 (1906) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Die Möbel des rumänischen Bauernhauses in der Bukowina,

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Um die Würdigung und Sammlung dieses alten Hausrates sowieum die entsprechende Weiterbildung des in ihm gegebenen Stils hatsich die k. k. Fachschule für Holzbearbeitung in Kimpolung wirklicheVerdienste erworben.

Die Truhe.

Die Truhe( lada, lavița, sicriu) spielt im rumänischen Volks-leben eine bedeutende Rolle, weshalb dieselbe unter dem Hausrat zuallen Zeiten, insbesondere jedoch im 16. und 17. Jahrhundert, den

Fig. 28. Rumänischer Truhentisch.

ersten Platz einnahm. Zunächst bestimmt für die Aufnahme der Mit-gift, wurde dieselbe späterhin zur Aufbewahrung der Wäsche, derLeinwand und der sonstigen Kleidungsstücke verwendet. In vielenGegenden der Bukowina ist es noch heutzutage Brauch, daß dieHochzeitskleider in der Truhe aufbewahrt werden, um dereinst wiederals Totenkleider gebraucht zu werden. Die Hinterbliebenen begehendaher eine große Sünde und bereiten den Toten viele Pein, wenn siedieselben nicht mit ihren reinen Hochzeitskleidern bestatten.

Die Truhe ist oft ein Konkurrent der Ruhebank und ersetztdieselbe häufig. In früheren Zeiten wurde dieses Gerät vom