Literatur der österreichischen Volkskunde.
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Beide werden häufig verwechselt. Technisch- zeitlich genommen, stehen die mitihnen ausgeübten Verrichtungen zwischen der Arbeit der Spindel und der des Webstuhles:es handelt sich bei ihnen um eine vorübergehende Anordnung des Garnes zu wirt-schaftlichen Zwecken( Maßen, Strähnen). Bei der Vorführung der hierzu erforderlichenund in verschiedenen Formen ausgebildeten Geräte ist der Verfasser nicht auf romanischemSprachboden stehen geblieben, sondern in vergleichender Betrachtung weit über den-selben hinausgegangen. Ich bin in der Lage, zu dem geringen Material, das ich demgelehrten Herrn Verfasser aus den Sammlungen des Museums nachweisen konnte( vergl.
Fig. 126. Haspel der Goralen.
Fig. 127. Gabelhaspel aus derUmgebung von Ragusa.
seine Abbildungen 23, 25, 26, 45), hier noch nachträglich einiges beibringen zu können,das die Verbreitung des Has pels mit gekreuzten Querhölzern( vergl. Ab-bildung 15) auf italienischem, tschechischen und polnisch- rutenischem Volksbodendartut. Fig. 124 und 126 stellen solche Haspel dar, und zwar 124 von Monfalcone,126 aus Istebna, wo ich selbst 1896 aus Goralenhäusern, in denen noch heute dieHausweberei betrieben wird, zahlreiche Gegenstände aufgesammelt habe. Einen ganzähnlich konstruierten und auffallend langen Haspel erhielt das Museum für österreichische Volkskunde 1904 durch Dr. I. Franko ausdem Gebiet der rutenischen Bojkenin den Ostkarpathen, Galizien, Dorf Mšanec; endlich bildet der„ Česky Lid in Band XIV,Heft 8, S. 284, den gleichen Haspel ab.