Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde11 (1905) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
11 (1905) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Mitteilungen aus dem Verein und dem Museum für österreichische Volkskunde.

nicht genug gewürdigt wird, muß es das unverrückbare Ziel der Vereins-leitung sein, ein entsprechendes würdiges Heim zur angemessenen Unter-bringung der bereits vorhandenen musealen Schätze und zu ihremweiteren systematischen Ausbau, für welchen es allerhöchste Zeitgeworden ist, zu gewinnen. Kommt hier die Hilfe nicht rasch, so istdie Aufgabe, ein österreichisches Volksmuseum zu schaffen, überhauptnicht mehr zu lösen.

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Wie unser Museum, entwickelt sich auch unser Fachorgan»Zeitschrift für österreichische Volkskunde«, die 1904 ihren zehntenJahrgang vollendet hat, in höchst befriedigender Art. Es ist nur sehrzu wünschen, daß der Kreis der Abonnenten, wenn er auch immerhindie für ein derartiges Fachorgan sehr bemerkenswerte Zahl von 543erreicht hat, sich entsprechend dem interessanten Gegenstande undden dargebotenen Leistungen noch mehr erweitere. Die Vereinsleitungwird in dieser Richtung mit neuen Bemühungen einsetzen und hofftdabei auf die wachsende Teilnahme der Gebildeten und Patrioten inallen Ländern Österreichs. Mögen unsere Mitarbeiter und Mitgliederan ihrem Teile für die wachsende Verbreitung unserer Zeitschrift,die solche Bemühungen gewiß verdient, freundlichst tätig sein. JederErfolg in dieser Sache kommt den volkskundlichen Bestrebungen inÖsterreich zugute.

Die Mittel zu unserer Tätigkeit erhielten wir, wie in den Vorjahren,aus den regelmäßigen Mitgliederbeiträgen sowie durch eine Reihevon Subventionen und Spenden, die zumeist für die Erhaltung undErweiterung des Museums für österreichische Volkskunde gewährtwurden. Mit wärmstem Danke verzeichnen wir die gegen das Vorjahrum 1000 Kronen erhöhte Subvention des hohen k. k. Ministeriumsfür Kultus und Unterricht mit 7000 Kronen, die Subventionen derStadt Wien mit 1200 Kronen, der Handels- und Gewerbekammer mit 800Kronen, des hohen niederösterreichischen Landtages mit 200 Kronen,der Ersten österreichischen Sparkasse mit 100 Kronen. Größere Spendengewährte Se. k. u. k. Hoheit der durchlauchtigste Herr ErzherzogLudwig( 100 Kronen), das Bankhaus S. M. v. Rothschild( 50 Kronen),Se. Exzellenz Statthalter Graf Kielmansegg( 150 Kronen), Se. Durch-laucht Fürst Johann Liechtenstein( 500 Kronen). Für eine Reihekleinerer Spenden und Überzahlungen sind wir verschiedenen unsererMitglieder zu verbindlichstem Dank verpflichtet.

In der Zusammensetzung der Vereinsleitung und des Ausschussesergab sich im Berichtsjahre keine Änderung. Ich danke den beiden HerrenVizepräsidenten Hofrat Dr. V. Jagić und Kommerzialrat O. v. Hoefftund dem Ausschuß für ihre rege Teilnahme und Unterstützung beider Leitung der Geschäfte, deren Hauptlast wie in dem ganzenDezennium des Vereinsbestandes auf den Schultern unseres Schrift-führers Dr. M. Haberlandt lag. Herr Geschäftsführer Dr. Feßlerhat sich überdies als Rechnungsführer vielfach bemüht, wofür ihmder wärmste Dank gezollt sei.