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Literatur der österreichischen Volkskunde.
Alle Sammelbände sind vereinigt zu lassen. Bücher sind in Schränken zu verwahren.Gepresste oder bemalte Einbände sind durch Papierumschläge aus weichem Packpapierzu schützen. Reiche Einbände, besonders solche mit reichem Schnitt und sehrunebene Bände sind in Futteralen zu verwahren. Besonders grosse Bücher sind mit Kettenin Pulte zu legen. Einzelblätter dürfen nicht beschnitten werden; nur im Nothfalle istein Theil des Randes von kundiger Hand zu entfernen. Keine Aenderungen oder Aus-besserungen sind vorzunehmen. Blätter sind nicht lose zu verwahren. Sie sind auf Carton( Farbe für Kupferstiche und andere immer am besten weiss), aber nur mit der ganzenFläche aufzukleben. Bei kostbaren Blättern verwende man Passepartouts und bewahrediese in sogenannten Sargcartons( Portefeuilles) auf. Die Bilder sind nie, selbst auch nichtmit Handschuhen zu berühren. Stiche und Anderes sind unbedingt zu verglasen. DieWand darf nicht feucht sein. Photographien sind besonders vor directem Lichte zuschützen. Versendungen führe man nur aus, nachdem man einen stärkeren glatten Cartonzwischen Glas und Bild gebracht hat. Fresken sind durch Schutzdächer vor Feuchtigkeitund durch Barrièren gegen das Angreifen zu schützen. Tafelbilder sollen gegen Bewegung,Stösse und Betasten gesichert werden. Sie sind vor directem Licht, Temperaturwechsel,Feuchtigkeit, Staub, Rauch und Schmutz zu schützen. Oelbilder dürfen nur von Fach-leuten ausgebessert werden. Sie werden mit Federnwedeln abgestaubt und mit weichenLeinenläppchen, Watte oder Leder gereinigt. Nur Regenwasser oder destillirtes Wasserwerde zum Waschen verwendet. Seife und Lauge darf der Laie nicht anwenden. Pastellesind unter Glas zu verwahren und möglichst wenig zu bewegen. Feuchtigkeit ist sehrgefährlich. Kunstgewerbliche Gegenstände dürfen nicht durch Laien ausgebessert underzeugt werden. Gegen Moder hilft Petroleum. Firnis ist nicht zu verwenden, da er nach-dunkelt. Knochen und Elfenbein sind vor raschem Temperaturwechsel und Sonnen- wieHeizungsbestrahlung zu schützen. Metalle sollen überhaupt nie geputzt werden. Salmiakschadet. Schwarz gewordenes Silber ist mit lauwarmem Wasser mit Silberseife zu waschenund mit altem Leinentuch zu trocknen. Echte Patina ist nie zu entfernen. Zinn ist liebernicht blank zu putzen. Thon und Porzellan sind nicht häufig in die Hand zu nehmen.Temperaturwechsel schadet der Glasur. Kohlensäure ist dem Glase sehr gefährlich.Gläser sind mit Zaponlack zu überziehen. Man wasche nur mit lauwarmem Wasser undguter Kernseife. Licht und Feuchtigkeit schadet. Sandstein ist im Freien mit Kessler-schen Fluiden zu tränken. Stuck ist trocken zu halten. Textilarbeiten brauchen trockenekühle Luft; je trockener, desto besser. Verdunkelung fördert den Mottenfrass. Besondersgefährlich ist die Nähe von Rosshaar. Naphthalin ist werthlos. Teppiche und Sammtesind von rückwärts zu klopfen. Ausbesserungen, besonders von Gobelins, dürfen nurFachleute besorgen. Leder ist vor Schimmelbildung zu schützen. Sprödes Leder wirddurch Mohnöl mit Benzin weich gemacht. Federn sind besonders vor Druck zu schützen.Naphthalin, Pfeffer und Alaun schützen nicht gegen Mottenfrass. Gegenmittel sind: Ein-tauchen in eine alkoholische Sublimatlösung oder besser Auftragen durch einen Zer-stäubungsapparat. Hiebei ist die grösste Vorsicht nöthig, da Einathmung gefährlich ist.
IV. Literatur der österreichischen Volkskunde.
1. Besprechungen:
13. Söhn Franz: Unsere Pflanzen. Ihre Namenserklärung und ihre Stellung inder Mythologie und im Volksaberglauben. Dritte Auflage, mit Bildschmuck von J. V. Cissanz.Druck und Verlag von B. G. Teubner in Leipzig, 1904.
In der Vorrede zur ersten Auflage sagt der Verfasser, dass ihn die landläufige Benennungder Pflanzen, die doch viel bezeichnender ist, als der im Lehrbuch versteinerte Name, seit jeherstark angezogen habe. Es befremdete ihn, dass unsere Jugend so häufig diesen bedeutungsvollenBenennungen fremd gegenübersteht. Die Enthüllung soll der Lehrer geben, ganz besondersbei den deutschen Namen, und darum sei das Buch in erster Linie für den Lehrer der