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Schramek.
Beispiel, das mit seinem bunten und sauberen Riegelbau wie einkleiner Luxusbau anmuthet. Der Bau ist im Allgemeinen( bei Bauern-häusern zu lang und gedrückt, das Dach( des Schneedruckes halber)zu hoch. Das Dach ist hell, das Gemäuer und Gebälk meist düster,dunkel. Meist hebt der Hintergrund( Wald oder steile Wiese)das Ganze.
Fig. 31.
Allgemeine Merkmale des typischen Böhmerwald- Bauernhauses in kurzer
Uebersicht.
1. Das Böhmerwald- Bauernhaus ist nie einstöckig, lang, niedrig; sein Dach ist hochund steil, Halbwalmdach.
2. Die Längsseite ist von Nord nach Süd gerichtet, die Hausthür und die Stall-thüren an der Längsseite und nach Osten gerichtet; die Wohnstube liegt im südöstlichenTheile des Hauses.
3. Die Scheune ist bald am Nordende angebaut, bald steht sie nördlich vom Hausewenige Meter entfernt.
4. Das I- Häus'l hat keinen allgemein giltigen fixen Standpunkt; seine Placirunghängt von den Platz-, Terrain-, Wirthschafts- etc. Verhältnissen ab.
5. Das Material ist Holz und Bruchstein; die Holzwände, zumeist an der Südosteckeund beim Schupfen, sind Block- oder Schrotwände; Nebengebäude( Schupfen und
Scheune) haben meist Bretterwände.
6. Die Grundmauern sind dem abschüssigen Terrain entsprechend meist in dreiStaffeln mit ungleich tiefer Sohle und ungleich hohem Abschlusse aufgeführt.
7. Die Stube ist 6 oder 5 × 6 m, die dahinter liegende Kammer 6 oder 5 × 2,3, 3 m; das Vorhaus ist 2 bis 2½ m breit und wird von der Sommerküche durchquert.Hinter der Sommerküche liegt das 2 bis 22 m breite und circa 2 m lange Stüb'l.
8. Rechts vom Vorhaus liegen 1 oder 2 Ställe in der Breite von circa 9 m( inSumma) und Hausbreite( 9 bis 12 m).
9. Der Keller ist an der Westseite der Kammer in den Boden eingebaut.
10. Eine Eigenthümlichkeit alter Böhmerwald- Bauein- und I- Häus'ln ist die Kean-leuchten( eine Nische neben dem Kochberde der Stube), welche zum Kochen benütztwerden kann, da auf ihrer Sohle ein circa 2 m breiter Raum zur offenen Feuerung undan ihrer Hinterwand ein Rauchabzugscanal vorhanden ist. Ihr Nebenzweck ist die Be-leuchtung der abendlichen Winterstube.
11. Da die Gebäude auf einer einfach von West nach Ost oder einer doppelt, alsoauch von Nord nach Süd oder umgekehrt geneigten Grundfläche stehen, so ist die Anlageeines horizontalen Ganges an der östlichen Thürseite der Gred nöthig. Wo dasTerrain wagerecht ist( selten), übergeht sie in einfaches, ebenfalls gepflastertes Trottoir.
12. Die Stubenfenster, wovon 2 nach der Ost-, 2 nach der Südseite gerichtet sind,waren ehemals vierscheibig, circa 60 cm im Quadrat, jetzt 80 × 90 cm. Die stets einflügelige