Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde10 (1904) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
10 (1904) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Schramek,

Die Keanleuchte dürfte nun wohl schon überall ausser Gebrauchsein; ich habe circa 25 Dörfer von Eisenstein bis Wallern besuchtund viele Bauernhäuser gesehen, kann mich aber nicht erinnern, dieKeanleuchte( oder wie ortweis gesagt wird,» Kehrleit'n«) in ihrerursprünglichen Bestimmung und Verwendung gefunden zu haben.( Fig. 13.)

Schw.Hüche

Fig. 12. Durchschnitt der Keanleuchte,

Hamer

Bagl

ODWIED

Hochherd

Stübel.

Somerküche.

Vorhaus.

Fig. 13.

Thirin's

Stibl..

6. Die Gred. Unter Gred versteht man den ¾ bis 13 m breitenwagrechten( daher Gred, von gerade) gepflasterten Gangsteig an derThür-( Stirn-) seite des Hauses.

Da das Terrain zumeist abschüssig ist, so müsste es auch derSteig oder Gang längs des Hauses sein, wenn man nicht durch Auf-mauerung auf der tiefer gelegenen Seite einen horizontalen Gang-steig schaffen würde.

Da jedoch die Neigung nur selten bloss von West nach Ost,sondern zugleich von Nord nach Süd oder umgekehrt ist, so ist dieMauerung bald auf der Süd-, respective Nordseite höher. Eine doppelteNeigung habe ich noch nicht beobachtet. Es stellen sich somit diedrei Fälle wie folgt:( Fig. 14 und 14a.)