Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde9 (1903) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
9 (1903) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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Mittheilungen aus dem Verein und dem Museum für österreichische Volkskunde. 73

1902 ist zur Ergänzung der Aufstellung benützt worden und derBesichtigung zugänglich.

Verausgabt wurde für die Sammlungen insgesammt der Betragvon 809 Kronen 73 Heller. Für die Installation und für Transportwurden 246 Kronen 94 Heller aufgewendet.

Erwähnt sei auch noch, dass am Schluss des Jahres die elek-trische Beleuchtung des Museums durch die Firma Siemens& Halskezu bedeutend ermässigtem Preise fertiggestellt wurde, wasan dentrüben Tagen im Winter nun jederzeit eine deutliche Besichtigungder Museumsschätze ermöglicht.

Die Vermehrung der Bibliothek betrug 77 Nummern, derenwichtigste bereits in unserer Zeitschrift ausgewiesen worden sind.Die Zahl der durch Tauschverkehr einlangenden fachwissenschaft-lichen Zeitschriften und sonstigen periodischen Publicationen hat sichneuerdings um 6 vermehrt, beträgt daher jetzt 36. Die Bibliotheks-arbeiten wurden von Herrn Bibliothekar J. Thirring in dankenswertherUmsicht wie in den Vorjahren erledigt.

Die Sammlung von Photographien und Bildern wuchs um23 Nummern.

Was die Besuchsverhältnisse anlangt, so dürfen dieselben imGanzen befriedigende genannt werden, wenngleich wir nach wie voreine grössere Theilnahme der gebildeten Bevölkerung recht sehrwünschen würden. Die Sammlungen wurden von 860 zahlenden Be-suchern und von rund 4500 Personen bei freiem Eintritt gelegentlichder Führung von Schulen, Vereinen u. s. w. besichtigt. Die Listedieser corporativen Besichtigungen ist im VIII. Band der Zeitschriftveröffentlicht( passim).

Wie in jedem Jahre erfreute sich unser Museum auch 1902 dersteten huldvollen Fürsorge seines erhabenen Protectors, Seiner k. u. k.Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Ludwig Victor. Ichspreche dafür den unterthänigsten Dank der Museumsdirection aus.Ehrerbietigsten Dank schulden wir ferner inbesonders auch demHerrn Präsidenten, Seiner Erlaucht Grafen J. Harrach, welcher jederAngelegenheit des Museums seine besondere Aufmerksamkeit zuzu-wenden die Güte hat und jederzeit für dasselbe Gönner und Freundezu werben sich bemühte. Von Herrn Verwalter F. X. Grössl und HerrnKanzlisten Cand. jur. Carl Wachs wurde ich nach wie vor auf dasEifrigste unterstützt, wofür ich ihnen meinen wärmsten Dank auchan dieser Stelle entbiete.

Möge es der Direction gestattet sein, im nächsten Jahre von einerneuerlichen Besserung unserer allgemeinen Lage und von reichenFörderungen und Vermehrung unserer Sammlungen zu berichten,deren Lücken auszufüllen es immer mehr an der Zeit wird, soll über-haupt noch einmal ein vollstänuiges Bild unserer angestammten Eigen-art geboten werden!